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Donnerstag
Feb142013

Laufen im Winter: Stirb, Schweinehund, stirb!

Eine beliebte Frage in unserem Bekanntenkreis dieser Tage lautet: “Lauft Ihr auch bei dem Wetter?” Obwohl, meist wird sie etwas rhetorischer formuliert: “Bei dem Wetter lauft Ihr aber nicht, oder?”

Die zweite Variante legt schon nahe, was über die Option gedacht wird, bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und bei Winde, Schnee oder Regen Trainingsrunden zu drehen: “Haben die einen an der Schacke? Die holen sich doch den Tod!”

Nein, tun sie, also wir, nicht. Es geht uns bestens. Und laufen tun wir auch, müssen wir schließlich, es sind noch rund 9 Wochen bis zum Hamburg Marathon. 

Doch es nicht nur die Pflicht, die uns nach draußen ruft. Es macht tierisch Spaß im Winter zu laufen. Vor zwei Wochen, als die Schneedecke so richtig dicht war, hatten wir einen der schönsten Läufe überhaupt in den knapp 10 Monaten, die wir intensiver trainieren. Am Freitag Abend, bei Dunkelheit, liefen wir mit der Trail-Lauf-Gruppe unseres Trainers Philip Mes durch den Grafenberger Wald.

Dieses Waldgebiet am Rand von Düsseldorf ist bei jedem Wetter ein großartiges Laufareal, versehen mit (was man kaum glauben mag) giftigen Steigungen. Doch in dieser Atmosphäre, erhellt nur durch die Stirnlampen auf unserem Kopf (die auch in die Rubrik fallen: “Dinge, von denen wir glaubten, wir würden sie NIEMALS kaufen, deren Erwerb aber eine richtig gute Idee war”), entfaltete er eine besondere Stimmung. Erst recht, wenn das Düssel-Dorf von oben betrachtet fast etwas metropolitanes bekommt.

Gesundheitsgefährdend ist das Laufen im Winter - da sind sich die Experten einig - nicht, erst ab minus 15 Grad wird es bedenklich. Ansonsten ist nur eine Kleidung nötig, die den Läufer vor dem Start leicht frösteln lässt. Also zum Beispiel Laufunterwäsche, lange Hose, ein Winter-Top und darüber eine wind- und wasserabweisende Jacke. Eine Mütze sollte auch zum Programm gehören, für mich als Brillenträger auf jeden Fall eine mit Schirm - damit die Sicht bei Niederschlag einigermaßen frei bleibt. Ohne Laufhandschuhe würde ich das Haus ebenfalls nicht verlassen.

Tja, und dann steht nur noch der berühmte Schweinehund im Weg. Den sollte man mit einem kräftigen Tritt in den Hintern an die Wand nageln. Das aber war zu Beginn des Winters nicht ganz so einfach. Denn die ersten Laufversuche auf Schnee waren sehr unschön, ich rutschte ständig weg. Ob das an meinem Laufstil liegt oder daran, dass ich als schwerer Läufer mehr Masse zum Schliddern mitbringe, weiß ich nicht.

Eine richtig gute Investition waren deshalb ein Paar Trailschuhe. Leider gibt es in diesem Spezialbereich in Düsseldorf wenig Auswahl - obwohl die Lauf-Industrie Trail-Laufen derzeit zum Trend ausruft. Ich hatte aber Glück: In meiner Kindersarg-Größe waren die Saucony Xodus 3.0 vorrätig. Die Sohle verhindert Rutschen, gleichzeitig ist sie aber nicht so fest und unflexibel wie bei anderen Querfeldein-Schuhen. Wasserdicht und atmungsaktiv sind Trail-Modelle ja ohnehin. Und anscheinend ist Saucony die Marke, die meinen Füßen am stärksten entgegenkommt.

Ja, wir laufen also, auch bei diesem Wetter. Und wir können es nur empfehlen.