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Über Go to Rio

GotoRio  ist die etwas andere Reiseseite im Internet. Sie steht für subjektive Eindrücke und Erlebnisse, und wir, die Autoren, stehen mit unserem Namen zu dem, was wir schreiben. Reisen, Restaurantbesuche, Shoppingtouren sind selbst bezahlt - denn wir sind nicht käuflich.

Praktischer Hinweis: Wenn Ihr in Rubriken suchen wollt, findet Ihr die weiter unten auf der Seite unter dem Stichwort Suchen und Finden!

 

Warum heisst gotorio Go to Rio? Weil wir über alle Orte schreiben - außer Rio.

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Entries in restaurant (15)

Sonntag
Apr032011

Warum wir "Zum Wattkorn" künftig meiden

Eigentlich sollte hier etwas anderes stehen. Eine positive Besprechung des  “Zum Wattkorn”, weit im Hamburger Norden. Es ist ein Lokal von Michael Wollenberg, der einst an der Alster eine merkwürdige, aber höchst unterhaltsame Mischung aus Top-Restaurant und Szene-Treff betrieb.

Seit einiger Zeit ist nun “Zum Wattkorn”  seine Heimat. Dort gibt es eine absurd erscheinende Mischung aus Sushi und wildorientierter Regionalküche. Ersteres könnte für uns auch wegfallen - aber Wild, das lieben wir. Gemeinsam mit zwei Freunden verbrachten wir einen guten Abend im “Wattkorn”. Wir entschieden uns für den Holsteiner Rehbockrücken, der am Tisch filettiert wird. Es war ein Essen ohne Fehl und Tadel, die Bedienung war vielleicht ein wenig zu italo-burschikos. Aber trotzdem: Eigentlich wollten wir das  “Wattkorn”  empfehlen.

 

Dann aber, beim Schreiben dieses Artikels, durchforstete ich die Homepage des Restaurants nochmal genauer. Und klickte auf den Menüpunkt Jagd . Dort zelebriert Michael Wollenberg seine Jagden in zahlreichen Fotos.

Dass er ein Freund des Selbstschießens ist, kann nicht verwundern und ist nicht verwerflich. Wild muss eben meist gejagt werden.

Womit wir aber ein Problem haben ist die Jagd nur so zum Spaß. Weil man immer gößere Viecher abknallen will. Und genau das scheint Wollenbergs “große Leidenschaft” (Zitat der Homepage) zu sein. Die Bilder zeigen ihn neben zahlreichen, erlegten Tieren. Darunter sind auch Exoten wie Krokodile oder Antilopen - immerhin aber sind auch das Tiere, deren Fleisch verzehrt wird.

Dann aber kommt der Unterpunkt “Kamschatka”. Auch dort hat Wollenberg schon geschossen - auf Braunbären.

Und nun hört die Empfehlung auf. Die Braunbärenjagd in Kamschatka wird von Umweltschützern immer wieder kritisiert, die Bärenpopulation ist in einigen Teilen gefährdet. Auch illegale Jagden von Touristen sind Alltag. Hier geht es allein ums Jagen aus Spaß.

Deshalb - und dies ist eine schlichte, persönliche Entscheidung - haben wir keine Lust mehr, Michael Wollenbergs “Zum Wattkorn” zu besuchen.

 

Samstag
Feb122011

"Schorn": Anflug auf die Sterne

Im März 2008 landeten wir hier bei Gotorio einen schönen Kaffeesatzleserei-Treffer. Nach unserem Besuch im Düsseldorfer “Tafelspitz 1876” schrieben wir:

“Es ist das wohl nächste Restaurant in der NRW-Hauptstadt, dass auf Sterne hoffen darf.”

Das fanden dann auch die Michelin-Tester: Schon bei der nächsten Ehrungsvergabe bekam das “Tafelspitz” seinen Stern - und verdient ihn bis heute. 

Nun wagen wir es nochmal. Denn in Düsseldorf existiert seit dem Herbst 2009 ein Restaurant, über das im vergangenen Jahr mit steigender Tendenz gemunkelt wurde, es biete eine exzellente Küche zu sehr angenehmen Preisen. Es liegt nahe der Bilker Kirche in einer Straße, die bisher vor allem für ihren holländischen Imbiss “Leo’s Grill” bekannt war.

Sein Name: “Schorn”. Und wir meinen: Bis zum ersten Stern ist es nicht mehr weit.

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Donnerstag
Jan062011

"Savoy", New York: Crème Brulée aus dem Kamin

“Ihre Crème Brulée - ich mache sie am Kamin fertig.”

“Danke… ÄH - WAS?”

Tatsächlich. Die freundliche Bedienung schwenkt das Dessert in Richtung des Kamins in unserem Rücken. Dort lag die ganze Zeit schon das heiße Eisen, mit dem sie nun den Zucker auf der Crème karamelisiert. 

Vermutlich ist so etwas der Albtraum deutscher Lebensmittelkontrolleure. Aber wir sind nicht in old Germany sondern in New York, genauer in Soho, Prince Street, Ecke Crosby, im “Savoy”.

Und dies ist der Moment, da ich eine der besten Crème Brulées meines Lebens kosten werde. Denn es handelt sich um eine Pumpkin Spice Crème Brulée, sie ist also ohnehin schon aromatisiert mit jenem Gewürz, das die Amerikaner bei einbrechendem Herbst mit fast allem paaren. Es besteht aus Nelken, Zimt, Muskat und Ingwer. Und dieses Aroma des Jahresendes vermischt sich unfassbar köstlich mit Raucharomen, die von der Kamingerätschaft übertragen wurden - eine Küchenmeisterleistung.

Noch immer gibt es Menschen, für die Nordamerika aus kulinarischer Sicht gleichzusetzen ist mit einem nuklearen Winter. Dabei übersehen sie, dass einer der bedeutendsten Gastro-Trends der vergangenen Jahre maßgeblich von den USA ausging: die Betonung, manchmal gar die völlige Konzentration, auf Zutaten aus der Region des Lokals. Darauf setzt zum Beispiel das von uns heiß geliebte “Fuh” in Hamburg

Auch das “Savoy” hat sich dem verschrieben.

 

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Sonntag
Sep262010

"Fuh", Hamburg: Das Kleinod von Ottensen

OK, es hat etwas gedauert. Aber ich bitte festzuhalten: Wir haben unser Versprechen gehalten, irgendwie.

Es war Weihnachten 2007, wir feierten in Hamburg. Freunde hatten kurz zuvor einen Kochkurs im “Fuh” zu Ottensen gemacht. Von dem waren sie begeistert und hatten das Angebot angenommen, beim “Fuh” eine Gans zu ordern. Wir holten sie einen Tag vor Heiligabend ab, der Gänsevater war vor Ort, erklärte gab Tipps, dazu Glühwein und Kekse - eine herrliche weihnachtliche Atmosphäre. 

Und so versprachen wir noch über Weihnachten hier bei Gotorio:  “Bei unserem nächsten Hamburg-Besuch testen wir das “Fuh” - versprochen.”

*räusper*

Es gingen dann einige Visiten nach HH ins Land. Aber nun waren wir endlich da. Und haben uns geärgert - weil wir dem “Fuh” nichts schon längst einen Besuch abgestattet haben.

Optisch regiert Shabby Chic: Blaue Häkeldeckchen auf abgeschrammten Tischen, ein kleiner, bewusst schrammeliger Gastraum, eine Bar, ganz hinten die offene Küche.

Das “Fuh” hat sich lokaler Zutaten verschrieben. Möglichst viel der Ingredienzen soll aus der Gegend kommen, eine ganze Menge sogar von Bio-Höfen ohne Zertifikat - denn solche Warenzeichen seien eben teuer. Der “Fuh” rühmt sich der persönlichen Kontakte zu seinen Lieferanten. 

So etwas muss erklärt werden und das macht der Service ganz wunderbar.

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Sonntag
Aug222010

Die Königin der Würste: "Curry Queen" in Hamburg-Eppendorf

Ich kann nicht behaupten, zu denjenigen zu gehören, die sich gerne an eine Wurstbude stellen um sich eine Currywurst zu “ziehen”, wie man bei mir zu Hause im Ruhrgebiet sagte. Fettige Wurst in klebriger Sauce mit noch fettigeren Pommes, die mit mindestens 1.000 Kalorien auf die Hüfte wandert, gegessen in fettig riechender Bude, die zum Duschen zwingt - das ist nicht so mein Ding. 

Und auch die Rennaissance der profanen Buden, die im Düsseldorfer Hafen mit dem “Curry” eingeleitet wurde, einem “Currywurst-Restaurant”, für das der damals mit Stern gekrönte Robert Hülsmann (‘Roberts Bistro”) die Currysauce kreierte, kann mich bis heute nicht begeistern. Auch wenn das ganze mit handgestifteten Pommes und hausgemachtem Krautsalat an Tischen mit Teller und Besteck serviert wird. Selbst die – hey, wir sind schließlich in Düsseldorf – höchst exklusive Variante, die Sie bitte zu Schampus essen, mit Blattgold belegte Wurst, ist doch eher spinnert als kulinarischer Genuss. Gold gehört an den Finger oder Arm. Punkt.

Bei unserem letzten Hamburg-Wochendene, das kulinarisch verschiedene Premieren bereit hielt, aber hat es mich erwischt. In der “Curry Queen”, die ganz unbescheiden, ja und zu recht: “World’s finest Currywurst” verspricht.

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