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Über Go to Rio

GotoRio  ist die etwas andere Reiseseite im Internet. Sie steht für subjektive Eindrücke und Erlebnisse, und wir, die Autoren, stehen mit unserem Namen zu dem, was wir schreiben. Reisen, Restaurantbesuche, Shoppingtouren sind selbst bezahlt - denn wir sind nicht käuflich.

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Warum heisst gotorio Go to Rio? Weil wir über alle Orte schreiben - außer Rio.

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Entries in New York Marathon (3)

Montag
Feb042013

Run to Hamburg

“Es bleibt nie bei einem.” 

Diesen Satz sprach eine Dame aus Düsseldorf, die Anfang November mit uns zu ihrem New Yorker Hotel transportiert wurde. Zwei weitere Mitreisende nickten wissend: Nein, es würde nicht bei einem bleiben. Also, einem Marathon. 

Den wollten wir ja eigentlich im Big Apple laufen. Dann wurde er abgesagt und wir liefen trotzdem einen Marathon, einen ganz anderen, der später als “Underground Marathon” bezeichnet werden würde, ein Sonntag wie aus einer Kitschkomöde, organisiert via Facebook. 

Praktisch also sind wir einen Marathon gelaufen - theoretisch nicht. Und so war verständlich, dass die Frage, die uns in den vergangenen drei Monaten am häufigsten gestellt wurde, lautet: “Und? Lauft ihr weiter?”

Die Antwort lautet: ja. 

Denn natürlich wollen wir auch einen “richtigen” Marathon absolvieren. Aber auch so: Wir fühlen uns besser mit dem vielen Laufen, es macht tierisch Spaß, ist ein tolles Erlebnis. Und außerdem kickt ein großes Ziel dann eben doch erheblich. 

So sind wir zurück im Training, wieder hilft uns Philip Mes bei der Vorbereitung. Das Zeitfenster ist dabei kleiner als im Fall von New York. Schon am 21. April wollen wir auf der Strecke sein - in Hamburg. 

Deshalb wird es hier bei Gotorio auch weiterhin gelegentlich um das Laufen gehen (aber natürlich weiter auch um Essen, Trinken und Reisen) Und sollte einer unserer Leser am 21. an der Elbe sein, freuen wir uns über lautstarke Unterstützung!

Dienstag
Nov202012

The cancelled New York Marathon - a German view

It is two and half weeks since the New York Marathon 2012 was cancelled. And you might think things would cool down since then, but obviously there not. The race’s Facebook page is still flooded with questions and complaints - and still the NYRR isn’t answering. 

That is why I write this English post in a normally German blog (sorry for any typos or grammatic hickups). I’d like to add some longer thoughts from the perspective of a German marathon newbie. 

For my wife and I this was supposed to be our first 42,195 km. We actually ran our first marathon in New York thanks to the wonderful initiative Run Anyway. So there’s not really anger or disappointment in us, this Sunday morning had some sort of magic, it came as close to a romantic New York comedy as you can get in real life. 

But the way all this happened made me think. I have to add that for 14 years I worked as a journalist for Handelsblatt, Germany’s biggest business newspaper. During that time I covered sports business as a hobby, for example the Football World Cup, the German Ice Hockey League or the NFL. Today I do mostly digital consulting and a little bit of journalism as editor at large of Wired Germany. 

The first thing I found strange was the NYRR’s communication in the weeks before Sandy. It’s the year 2012 and obviously they have nobody with only a basic knowledge of social media. That became obvious when the no baggage policy was announced. Suprised by the headwinds on Facebook the NYRR organised a “chat on Facebook”. Everyone who’s right in his mind knows that you can’t do a chat on Facebook - you collect questions and answer them. The NYRR answered - if I remember it right - 5 questions of dozens in one hour. Highly unprofessional…

After that: silence.

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Donnerstag
Nov082012

Wie wir den New York Marathon liefen, den es nicht gab

Zwei handgemalte Schilder ragen aus der Menge. Ihre Trägerinnen sind sichtlich überfordert mit der Menge Mensch um sie herum. Eine von ihnen weist den Weg zu Säcken und Wasserkanistern und Kartons mit Lebensmitteln am Wegrand, während sie ihrer Mutter deutlich zu verstehen gibt, einfach weiter die Aufkleber zu verteilen auf denen steht: „Run Anyway Marathon 2012“.

Lachende Holländer vermengen sich mit Brasilianern und Italienern, Team-GB-Shirts sind zu sehen und ebenso Trikots von Eintracht Frankfurt und Hertha BSC. Die meisten sind gekleidet wie wir: mit den orangefarbenen Shirts des New York Marathons, darüber die Startnummern. Auf die pappen wir nun die “Run Anyway”-Aufkleber. 

Eigentlich sollten wir alle jetzt in Staten Island sein und auf den größten aller Marathons warten. Doch der ist nach Wirbelsturm Sandy abgesagt. Am Samstag jedoch machte auf Facebook eine Idee die Runde: Run Anyway. Ein Lauf auf der Rundstrecke im Central Park, dem Ort des ersten New York Marathons. Dazu Sach- und Geldspendensammlung und das alles ohne offizielle Zeitnahme und auch ohne Versorgungsstationen. Einfach so, weil Läufer nun mal laufen wollen und das gern für einen guten Zweck.

Auch wir wollen uns die Enttäuschung über die Absage des Rennens aus den Beinen laufen, unser erster Marathon sollte das werden. Nun wenigstens ein, zwei Runden auf dem 10-Kilometer-Kurs für einen guten Zweck, mehr nicht.

Was wir zu diesem Zeitpunkt nicht ahnen: Wir werden tatsächlich an diesem Tag unseren ersten 42,195-Kilometer-Lauf machen. 

Wie kann man ans Laufen denken, wenn noch immer viele Menschen in den Küstenbezirken New Yorks keinen Strom und fließend Wasser haben? Da ist eine logische Frage. Schließlich wurde der Marathon doch deshalb abgesagt, weil er nicht durchzuführen gewesen wäre.

Ähm – nein. Die Sache ist komplizierter.

 

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