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Über Go to Rio

GotoRio  ist die etwas andere Reiseseite im Internet. Sie steht für subjektive Eindrücke und Erlebnisse, und wir, die Autoren, stehen mit unserem Namen zu dem, was wir schreiben. Reisen, Restaurantbesuche, Shoppingtouren sind selbst bezahlt - denn wir sind nicht käuflich.

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Warum heisst gotorio Go to Rio? Weil wir über alle Orte schreiben - außer Rio.

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Entries in Dresden (3)

Sonntag
Jun172012

"Bean and Beluga", Dresden: Zwischen New York und Barock

Geburtstage bei Harald Wohlfahrt, einem der Großmeister der Sterneküche in Deutschland, stellen wir uns inzwischen vor wie jene ersten Szenen aus “Der Pate”. Der Meister sitzt in der “Schwarzwaldstube”, draußen swingt sich das Fest ein, er aber sitzt drinnen, empfängt sie alle, die bei ihm gelernt haben und nimmt ihre Ehrerbietungen entgegegen. 

Denn wer genau darauf achtet entdeckt, wie viele der Top-Köche Deutschland eine Lernphase in Baiersbronn eingelegt haben. Dort trafen sich Anfang der 90er auch Stefan Hermann und Jens Pietzonka. Die Wanderjahre der beiden dauerten noch an, Hermann arbeitete sich zwischenzeitlich hoch bis zum stellvertretenden Küchenchef Harald Wohlfahrts in der “Schwarzwaldstube”. 

Seit 2007 machen die beiden gemeinsame Sache in Pietzonkas Heimatstadt Dresden. “Bean and Beluga” heißt ihr Baby und der Name dürfte angeleht sein an unser Lieblings-Deli in New York, dem “Dean and Deluca”. Diese Ähnlichkeit deutet wohl darauf hin, dass hier ein frischer, metropolitaner Wind ein wenig von der historischen Behäbigkeit wegwehen soll, die Dresden mit all seiner wieder errichteten Barock-Opulenz ausstrahlt. Und das klappt, um es vorwegzunehmen, sehr gut.

Das “Bean and Beluga” residiert in einem wunderschönen, weißen Eckhaus am östlichen Rand der Stadt. Unten befinden sich eine Tagesbar und ein Feinkostladen, oben das eigentliche Restaurant. Optisch würde dies in New York selbst bei Carrie Bradshaw ein wohlfälliges Nicken hervorrufen: modern, aber nicht kalt, eher an das New British Design erinnernd

Zur Auswahl stehen zwei Menüs, eines mit Fleisch - und eines ohne. Ein vegetarisches Menü ist ja in Deutschland ohnehin (leider) selten genug - doch in Dresden würde es der Besucher vielleicht noch ein bisschen weniger erwarten als in Berlin oder München. Doch natürlich kann zwischen den beiden Speisenfolgen munter hin und hergetauscht werden, auch hier sind die Zeiten des “Jeder am Tisch muss das gleiche bestellen” Gott sei Dank vorbei. 

Und so gönnen wir uns aus der Fleischlos-Auswahl zum Beispiel die Spargel-Variationen, die genauso perfekt spargelig munden, wie sie aussehen:

Das gilt auch für den Gang zuvor, eine Rote Garnele mit Koriander und Vanille-Essig.

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Montag
Jun042012

"Taschenbergpalais", Dresden: das Kempinski-Problem

Es gab einmal eine Zeit, da war das “Kempinski Hotel Atlantic” zu Hamburg das am schlechtesten bewertete 5-Sterne-Hotel, das ich auf Tripadvisor finden konnte. Das Haus war in die Jahre gekommen, zu lange ließ sich Kempinski Zeit mit der Renovierung. Ich selbst nächtigte einmal dort und erhielt einen Raum, der wohl einst die Unterkunft mitreisender Dienstboten war - mit 5 Sternen hatte dies nichts zu tun.

Obwohl, was heißt das eigentlich, “5 Sterne”? Eigentlich - nichts. Und keine Hotelkette demonstriert das aus meiner Sicht besser als Kempinski.

Denn vergeben werden die Auszeichnungen vor allem nach Ausstattung. Bademantel? Check. Spa-Bereich? Check. Pool? Check. Nicht einmal eine international einheitliche Check-Liste gibt es - so ist in Deutschland die 5 das höchste der Gefühle, in anderen Ländern dagegen leuchten auch mal sieben Sterne. 

Auch das Kempinski “Vier Jahreszeiten” in München verfügt über 5 Sterne. Unbestritten hat es eines der besten Bar-Teams in Deutschland. Doch bei meiner Übernachtung erhielt ich, obwohl das Zimmer von einem definitiven Großkunden des Hauses gebucht worden war, ein eher düsteres Zimmer mit einem Mobiliar, wie es gemeinhin von gehobenen Flughafen-Hotels offeriert wird.

Auf dem Schreibtisch lag eine Begrüßungskarte - mit einer Anrede für einen dem Namen nach russischen Gast. Die TV-Programme waren verstellt und teilweise nur verschwommen sichtbar, dass ein Flachbildschirm im Jahr 2011 eigentlich Standard sein sollte hat sich nicht rumgesprochen. 

Zwei Erlebnisse also, die Kempinski-Hotels für mich in kein gutes Licht rückten. Natürlich gestehe ich: Dies ist Jammern auf hohem Niveau - doch reden wir hier eben über Häuser der Kategorie “Luxus” mit entsprechenden Preisen. 

Und nun das dritte Erlebnis in die genau gleiche Richtung: im “Taschenbergpalais” zu Dresden.

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Donnerstag
Aug052010

Tour d’ Elbe: mit dem Fahrrad von Magdeburg nach Dresden

Viel zu spät begreifen viele
die versäumten Lebensziele: 
Freude, Schönheit der Natur,
Gesundheit, Reisen und Kultur, 
Darum, Mensch, sei zeitig weise! 
Höchste Zeit ist’s! Reise, reise! 

Zugegeben: Das Wetter in Deutschland macht es Reisewilligen nicht immer leicht, dieses Motto von Wilhelm Busch in heimischen Gefilden in die Tat umzusetzen. Deshalb ist dieser Reisetipp-  der Natur, Gesundheit und Kultur in Weise verbindet - auch eher etwas für flexible Menschen, die sich spontan bei Hochdrucklage mit ihrem Fahrrad auf dem Weg machen können.

Viel Planung ist nicht notwendig: Mit dem IC nach Magdeburg und dann immer den hervorragend ausgeschildertem Elberadweg entlang. Reichlich Hirschtalg-Salbe soll dafür sorgen, dass mein Allerwertester während der Fahrt keinen Grund zur Klage haben würde.

Gleich zu Beginn der Reise die erste Überraschung: für einen so großen Strom fließt die Elbe erstaunlich gemächlich dahin. Fast hat man das Gefühl, an einem riesigen See entlang zu fahren. Nur wenige Schiffe stören dieses idyllische Bild. Die Elbe ist außerdem ein ungemein leiser Fluss. Nicht einmal die unzähligen Fähren haben einen Motor, sondern hängen nur an langen Drahtseilen und lassen sich durch die Strömung gemächlich ans andere Ufer treiben. Eine herrlich altmodische Art sich fortzubewegen.

Am liebsten vergessen würde ich die letzten fünf Kilometer vor Wittenberg:

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