Entries in Wein (8)
Wine Blogging Wednesday: Old world calling
If such a wonderful event as the Wine Blogging Wednesday is calling for articles about old world Rieslings, it’s time for the old world to participate. That’s why this is the first post on Gotorio in English. For all our readers who don’t know what we’re talking about: This is an event where all participating blogs on the same day write about the same subject. This time it’s “Old World Riesling”. Actually, we have something similar in the German blogosphere as well. It’s called Weinrallye and the next edition will feature Rosé on May 10th (if someone from abroad wants to join in). 
Even though, as a German, I don’t like to be “the old world”. Hey, we’re modern, too! We even have blogs! But I have to admit, sometimes it’s good to be old world. Because that means, we care about traditional values. But as I just mentioned: time has changed here, too.
"Red Stone Riesling", Gunderloch: Dass rote Steine so lecker sein können...
Viel zu selten schreiben wir hier über Wein. Dabei trinken wir ihn doch so… OK, das klingt jetzt irgendwie versoffen. Egal, auf jeden Fall soll es hier jetzt häufiger als bisher um Wein gehen. Vor allem, wenn er uns so begeistert, wie der “Red Stone Riesling” aus dem Hause Gunderloch. 
Der Weinladen unseres Vertrauens, Rot-Weiss in Düsseldorf, hat ihn uns nahe gebracht. Selten ist es uns aber passiert, dass wir einen Wein, den wir im Geschäft probierten, daheim noch viel, viel besser fanden als im Laden. Das ist der Fall beim “Red Stone”. Er riecht typisch rieslingerisch nach grünem Apfel. Doch der Geschmack ist weitaus vielschichtiger. Dörr-Aprikosen und Quitten sind zu finden, mit sehr zurückhaltender Säure. Vor allem aber ist das Mineralische des Riesling zwar vorhanden, aber ganz harmonisch eingebunden. So passte er heute abend grandios zu köstlichem gebratenem Spargel mit Pinienkernen, den die beste Köchin von allen zubereitete.
Noch haben wir…
Wein 2.0 ist noch Gähn.0
In wie vielen Communities kann ein einzelner Mensch Mitglied sein? In vielen anscheinend. Zumindest glauben das die Macher der Communities und heutzutage gibt es solche Gemeinschaften zu allen Themen. Die Idee einer Wein-Community ist dabei offensichtlich: Wein-Freunde regen gerne über ihre Lieblinge, sie empfehlen sich gegenseitig Tropfen, sie katalogisieren sie gedanklich beim Probieren und sie bestellen reichlich über das Web. 
Und in der Tat gibt es Wein-Communities. So berichtet Techcrunch heute, dass Snooth nach 300.000 Dollar Anfangsinvestment eine weitere Finanzspritze bekommen hat: eine satte Million Dollar. Das ist doch mal einen Blick wert. Nur leider ist er relativ enttäuschend. Das Teil ist nett programmiert, sieht hübsch aus. Doch bis auf die Hauptfunktion ist nicht viel los: Nutzer können Weine bewerten und beschreiben, auf Basis ihrer Bewertungen erhalten sie Empfehlungen. Um das als Basis für ein Weinportal zu entwerfen, muss man kein Genie sein. Mehr aber hat Snooth anscheinend nicht zu bieten. Noch dazu zeigt die Seite auch, dass es ganz ohne Redaktion auch nicht geht. Wer einigermaßen populäre Flaschen sucht, findet mehrere Varianten, mal mit Jahrgang, mal ohne. Auf diesem Stand ist Snooth ein Reinfall.
Aber Techcrunch listet ja noch Konkurrenten auf…
Die merkwürdige Wein-Auswahl des "Stern"
So mancher Verlag verdingt sich in diesen Zeiten ein Zubrot als Weinhändler. Eigentlich eine reizvolle Sache: Größeren Blättern gelingt es durchaus, so viele Leser mobil zu machen, dass beim Einkauf ordentliche Rabatte rausspringen. Oder besser: rausspringen sollten. Denn fast immer werden Weinpakete unter bestimmten Motti verkauft, mal gibt es “Die besten Weißweine von der Loire”, dann wieder das “Kalifornien-Einsteigerpaket”.
Wirklich preisgünstiger ist die Auswahl aber für den Kunden nicht. Wer sich im Internet umschaut, findet fast immer Versender, die nochmal um die zehn Prozent unter diesen Angeboten liegen. Allerdings: Eben nicht im Paket. Und so sind die Verlagsangebote für Neugierige ein ordentliches Angebot. Vielleicht auch für die, die keine Zeit haben, sich im Weinladen des Vertrauens durchzutesten.
Nun startet der “Stern” derzeit eine neue Reihe in Sachen Wein. Einmal um die Welt soll es gehen, quer durch die Anbaugebiete, die gemeinhin als “Neue Welt” gelten. Und aus jeder Region gibt es einen oder mehrere Weine, die dann geordert werden können. Den Anfang macht Südafrika. Doch gleich der erste orderbare Wein machte mich stutzig:
"Wein spricht Deutsch" - und Deutsch ist schwer
Deutsch soll ja eine schwere Sprache sein. Niemals aber lieferte jemand einen erschlagenderen Beweis für diese These als Stuart Pigott. Der englische Prophet germanischer Winzerkünste klotzte jüngst ein Buch zusammen, das entweder den Rücken seiner Leser beim Nachhause-Tragen ruiniert - oder den Paketboten eine kleine Schweißperle auf die Stirn treibt.
“Wein spricht Deutsch” heißt das Werk und wiegt laut unserer Badezimmerwaage 3,3 Kilogramm:
Nun haben es solche Mammutwerke an sich, dass sie oft als das enden, was der Angelsachse “Coffee Table Book” nennt: Dekoration, damit das Beistelltischchen nicht so kahl aussieht. Vielleicht greift dann mal ein Gast zu, muss er auf den Hausherren warten, oder wird die Party zu langweilig. Doch meist zeichnen sich Coffee Table Books eben durch ihre Aura der Ungelesenheit aus.

