Entries in Thailand (3)
Ameisen statt Viagra
Wenn es gilt eine bedrohte Tierart zu retten, dann ist einer der Gründe, warum selbige bedroht sein soll, mit absoluter Sicherheit die Verwendbarkeit gewisser Bestandteiler dieser Art in asiatischen Potenzmitteln. Zumindest im Rahmen der medialen Begleitung des Dahinscheidens taucht diese These fast immer auf. Den Westeuropäer beschleicht das Gefühl, östlich von ihm steigere sich die Erregung nicht durch die Präsentation oder die Handwerkskunst eines kundigen Geschlechtspartners, sondern durch die Einnahme nach unseren Maßstäben als eklig zu klassifizierender Tierbestandteile.
Womit wir beim wunderbaren Weblog Weird Meat wären.
Seit 2004 reist sein Autor, ein Amerikaner namens Michael, um die Welt und isst - alles. Davor empfinde ich einen hohen Respekt. Denn bei unserem ersten Besuch in Thailand, es war auf Phuket, schlenderten wir über eine Thai-Kirmes.
Keine andere westliche Nase ließ sich dort blicken, der Besitzer einer wackeligen Motorräder-fahren- Wand-rauf-Bretterbude war höchst begeistert, dass Touristen es wagten, seine Show zu bestaunen. Nie schienen uns Plastikstühlchen und Tuppa-Dosen romantischer, als hier, in einer warmen Sommernacht, umflutet von überirdisch kaltem Neonlicht. Statt Luftgewehrschießen übt sich die Jugend hier mit einer Fletsche - oder sie boxt.
Natürlich aßen wir auch etwas…
Gotorio fragt: Wo geht's hin, Roger Willemsen?
Gelegentlich braucht es etwas Neues. Eine neue Rubrik, zum Beispiel. Sie heißt: “Wo geht’s hin?”. Diese - und noch ein paar mehr - Frage stellen wir interessanten und bekannten Menschen.
Für die erste Ausgabe haben wir Roger Willemsen überreden können. Und niemand hätte besser gepasst. Am Rande der Journalistenpreisverleihung “Wirtschaft vor Ort” verriet er uns im Düsseldorfer Apollo-Theater, welches sein Lieblings-Restaurant ist, welchen Wein er dort ordert, weshalb Rotwein nicht so sein Ding ist und wie Schafshoden schmecken.
Vorhang auf zur Premiere von “Wo geht’s hin?”
Link: sevenload.com
Ein Bekenntnis in Sachen Essen
Ich habe ein Problem. Ein großes. Aber bei den Anonymen Alkoholikern soll man ja auch offen zu seiner Sucht stehen.
Also:
Ich esse gern.
Und viel.
Und (fast) alles.

Und dabei ist es egal ob edel oder bodenständig. Für die Drei-Sterne-Qualitäten von Dieter Müller (und drei Sterne sind für ihn noch immer drei Sterne zu wenig) bin ich ebenso zu begeistern wie für eine Suppe auf einem wuseligen und in Sachen Hygiene nur grenzwertig vertrauenswürdig erscheinenden Markt in Hanoi.

