Entries in Shortcut (5)
Alamo Rent A Car - never again
Alamo war einst ein Fort, das bekannt wurde durch eine verlustreiche Belagerung durch die mexikanische Armee. Es war ein blutiges Ende, fast alle männlichen Verteidiger kamen um oder wurden hingerichtet, unter ihnen der Western-Held Davy Crockett. Allein schon aus dieser grausamen Geschichte heraus muss die Frage erlaubt sein, ob es eine gute Idee ist, eine Autovermietung “Alamo” zu nennen. Vielleicht reicht es schon, dass Frauen und Kinder damals verschont wurden.
Andererseits: So wie bei Alamo Kunden behandelt werden, passt der Name auch wieder, wie ich jüngst in San Francisco erlebte.
Schon das Entgegennehmen des Autos war ungewöhnlich.
Shortcut: Top of the Rock statt Empire State
Einmal muss man ihn haben, als Tourist in New York: diesen Blick über das Häusermeer. Einst gab es zwei Möglichkeiten, das World Trade Center und das Empire State Building, dann kam der 11. September 2001. Seitdem sind die Schlangen im Empire State unerträglich geworden, Stunden kann es dauern, bis man oben ist.
Weniger bekannt ist, dass es seit einigen Jahren wieder eine Alternative gibt: die Terrasse des Rockefeller Centers namens “Top of the Rock”. Zugegeben: So hoch wie das Empire State ist sie nicht. Dafür aber auf der einen Seite gesegnet mit einem wunderschönen Blick auf den Central Park, auf der anderen sticht das Empire State aus dem Wolkengekratze. Selbst in der überfüllten Herbstzeit ist langes Warten beim Top of the Rock aber nicht nötig. Wir wurden direkt durchgewunken.
In unserer Serie Shortcuts gibt es kleine Tipps, die uns das Reise-Leben erleichtert haben.
Shortcut: Limousine in New York
„Die Taxifahrer streiken.“
„Bitte?“
„Die Taxifahrer streiken.“
„Bei uns die Lokomotivführer und hier…“
„Yep. Die Taxifahrer.“
Mal ehrlich: Haben Sie schon mal von einem Taxifahrer-Streik gehört? Wir auch nicht. War aber so, als wir in New York weilten. Die Gelbautoisten sollen bis Ende Januar Navigationsgeräte und Kreditkartenautomaten einbauen – auf eigene Kosten. Und deshalb streikten sie. Oder was das Vorzeigeland der freien Marktwirtschaft so Streik nennt: Fast alle Wagen fuhren, nur schalteten sie den Taxameter aus und verhandelten über die Preise. Ergebnis: Für eine Fahrt, die gewöhnlich um die 12 Dollar kostet, sollten wir 15 zahlen – pro Person. Nach Schätzungen der Stadt haben die New Yorker Taxifahrer an jenem Abend zwischen fünf und sieben Millionen Dollar mehr eingenommen als gewöhnlich.
„Nehmen Sie doch lieber eine Limousine“, riet uns der Hoteltüröffner im „Royalton“. Gute Idee: So zahlten wir von der 44. Straße bis zum Meatpacker District 35 Dollar statt bestreikten 45 – und fuhren bequemer.
Doch auch in Taxi-Normalzeiten können Limousinen eine Alternative sein. Überall fallen die schwarzen Wagen meist amerikanisch-breiten Zuschnitts und mit getönten Scheiben im Stadtbild auf. Sie sind die Gutfederungsbequemlichkeits-Alternative zu Yellow Cabs mit ihren oft radebrechenden und muffeligen Kutschern.
Auch – und das sollte besonders bedacht werden – Richtung Flughafen. Wir zahlten von der 44. bis JFK 65 Dollar, ein Taxi verlangt meist knapp über 50. Günstiger sind natürlich die Vans der Shuttle-Services – doch die holen einen oft weit vor der Zeit ab und stopfen ihre Gefährte unangenehm voll.
Unter dem Stichwort Shortcut finden Sie bei Gotorio kleine Tipps um Ihre Reise zu erleichtern.
Die wundersame Preispolitik der Reiseveranstalter
Sind Computer eigentlich die neuen Kaffeefahrtenverkäufer? Oder sind sie schlecht programmiert? Vermutlich letzteres, denn ein alter Informatikerspruch sagt ja: “Das Problem sitzt immer vor dem Bildschirm.” Fakt ist: Wer eine Reise, und sei es nur ein Flug, bucht, muss alle Möglichkeiten der Buchung voll ausschöpfen.
Nehmen wir die Lufthansa. Im Januar ergab es sich durch eine Verquickung privater und dienstlicher Umstände, dass ich einen Flug Düsseldorf - London - München benötigte. Die Lufthansa errechnete mir einen Mondpreis: Irgendwas so um die 700 Euro. Air Berlin war nicht drin, weil der Flug zu spät aus London gen München abging. Durch einen Zufall gab ich die Strecken bei Lufthansa nochmals einzeln ein. Ergebnis: rund 250 Euro. Wer also Strecken separat bucht, kann billiger wegkommen. Das ist hart an der Bauernfängerei.
Merkwürdig programmiert ist auch die Seite von Expedia. Wer nach Flügen sucht erhält andere Ergebnisse, als wer nach Flug plus Hotel sucht. Auch scheint es Hotels zu geben, die nicht bei Flug + Hotel angezeigt werden. Immerhin aber ist Expedia manchmal preislich kaum zu schlagen, vermutlich wird hier gutes Währungs-Hedging betrieben (für die Nicht-BWLer: Unternehmen kaufen und verkaufen Währungen um sich gegen Schwankungen bei den Tauschkursen abzusichern). Jüngst buchten wir das “Royalton” in New York für 230 Euro die Nacht - rund die Hälfte dessen, was andere Online-Angebote versprachen. Und: Wer einen LTU-Flug über Expedia bucht, kommt in der Regel zehn Prozent günstiger weg, als wenn er direkt bei LTU bucht.
New: Shortcut
We proudly present: Our new category called Shortcut! Gerade für diese neue Gotorio-Rubrik erhoffen wir uns von allen Lesern möglichst viel Input: für das nämlich was meine Freundin Gwen so gern als “Useful bits of information” bezeichnet und vor Ort Zeit spart. Natürlich soll alles, was wir hier festhalten für andere Reisende nützliche Information sein und zum Austausch von Informationen anregen. Aber es gibt ja diese kleinen Tipps die das Leben leichter machen.
zum Beispiel in Paris:
Ein spontaner Museumsbesuch im Louvre scheint fast unmöglich. Doch die endlosen Schlangen lassen sich prima vermeiden, wenn man mit der Metro fährt und in der Station ‘Louvre’ aussteigt. Von dort gibts auch einen Zugang ins Museum mit viel weniger Andrang. Weitere Eingänge liegen hinter Torbögen versteckt weiter hinten im Louvre-Komplex. Auch die werden wenig benutzt. Es gibt also keinen Grund, sich vor der weltberühmten Pyramide wegen Tickets die Beine in den Bauch zu stehen!
Schlangen am Eiffelturm kann man verkürzen, indem man die Treppen bis zur 1. Station hochläuft und dort ein Ticket löst.
zum Beispiel Rom:
Mal eben schnell in die Sixtinische Kapelle?! Unmöglich, führt doch die Warteschlange meist um die halbe Vatikanstadt herum. Wer pfiffig ist und bereit, ein paar Euro zu investieren, um Zeit zu sparen, der geht an der Schlange vorbei direkt zum Eingang. Dort stehen Reiseführer, die für einen Betrag von um die 40 Euro pro Person (ist Verhandlungssache) eine komprimierte Führung durchs Vatikanische Museum machen und einen zur Kapelle lotsen.
Wer das Geld sparen will und allein unterwegs ist, kommt eine Stunde vor der Schliessung und schmuggelt sich an den Menschenmassen im Museum vorbei. Das ist selbst bei höchstem Andrang in einer halben Stunde zu schaffen - inklusive eines Schnelldurchlaufs durch die schönsten Prunkräume - dann bleibt noch genug Zeit, um einen Blick in die Kapelle zu werfen. Und der lohnt sich, trotz Menschengewusel, ganz sicher!
Umsonst und exklusiv kommt man übrigens auch ins Vatikanische Museum und in die Sixtinische Kapelle. Dafür muss man allerdings jemanden kennen, der im Vatikan lebt oder arbeitet, dann wird man von der Schweizer Garde am Haupttor lässig durchgewunken. Also vielleicht mal jemanden ansprechen, der mit wehender Soutane über den Petersplatz eilt…. Kann sich lohnen :-)

