Entries in Sehnsuchtsorte (2)
Luxusprobleme
Es ist schon Januar, der Skiurlaub ist rum ein langes Jahr liegt vor uns und wir wissen noch nicht, wo wir in diesem Jahr Urlaub machen. Ich meine nicht die Zwischendurch-Städtetouren, da stehen schon Paris, Nizza und Umgebung und Wien zur EM auf dem Plan. Aber was machen wir mit den zwei schönsten Wochen des Jahres? Wo schalten wir ab und tauchen in ferne Kulturen ein? Bei der wertvollen Zeit wollen wir uns doch nicht an Orte begeben, bei denen wir später sagen müssen: „War nicht so doll.“
Nachdem wir seit unserer ersten Asienreise nach Phuket vor vier Jahren echte Asienfans geworden sind, ist zumindestens der Kontinent schon einmal klar – das grenzt ein und sollte es doch leichter machen. Die Freundlichkeit der Menschen, das superleckere Essen, die Exotik und die erstklassigen und trotzdem bezahlbaren Hotels haben uns eingenommen. Kambodscha, Vietnam und Malaysia haben wir schon kennen und lieben gelernt.
Von Indonesien wurde uns von Bekannten abgeraten, da die Indonesier als Volk angeblich nicht besonders freundlich sein sollen – nicht, dass man das den Deutschen nachsagen könnte, aber das ist es doch, was wir mit Asien so wunderbar verbinden. Das freundliche Lächeln, das durch eine Art Assimilation, nach zwei Tagen auch beim Besucher zu einem Dauergrinsen führt und spätesten bei der Ankunft am Frankfurter Flughafen zu Unverständnis führt, was unser eigenes Völkchen angeht. Ich bin für zwei Wochen Zwangsasienurlaub für alle Deutschen, die im Dienstleistungssektor arbeiten - aber das ist ein andres Thema.
Unsere Reiseplanung: In der engeren Auswahl stehen Myanmar, Thailand, Bali oder Laos. Und wenn Sie liebe Leser eines dieser Ziele bereist haben, würden wir uns sehr über Ihre Erfahrungen freuen.
Das Wunder von Marrakesch – Der Platz der Gaukler
Marrakesch. Welch ein Name! Sprechen Sie ihn laut aus: M a r r a k e s c h. Man kann sich schon dem Reiz dieses Wortes nicht entziehen. Es steht in einer Reihe mit Sansibar, Tahiti, Bora Bora und der Copacabana. – Marrakesch – wem erscheinen beim Klang dieses Ortes nicht sofort Bazare, Oasen, Dünen und Kamele vor dem geistigen Auge? Was für eine Stadt!

Um der Wahrheit die Ehre zu geben: wenn ich von Marrakesch rede, dann von der Altstadt. Oder um noch genauer zu sein, vom Bazar und dem Platz der Gaukler, dem Djemaa el Fna . Der restliche Stadtkern sowie die Vororte sind eine Ansammlung von seelenlosen Zweckbauten, bei denen man meinen könnte, sie würden nur von den Dutzenden der oberirdischen Stromkabel am Zusammenbruch gehindert. Marrakesch ist also leider auch nur eine der unzähligen, urbanen Scheußlichkeiten, wie man sie in Afrika zu Hauf findet. In der Mitte der Stadt jedoch wartet ein Juwel, das seinesgleichen auf der Welt sucht: der Platz der Gaukler. Nicht weil er so schön ist, sondern weil er Ort eines einmaligen Schauspiels ist.

Der Djemaa el Fna ist ca. 300 x 100 Meter groß und liegt zwischen der Koutoubia-Moschee und dem Labyrinth des Bazars.

