Entries in Paris (6)

"Villathéna", Paris: Hübsche Schnuppe

Vielleicht ist in keiner europäischen Wochenend-Kurztripp-Metropole die Hotelsituation so problematisch, wie in Paris. Sicher, es gibt wirklich schöne Häuser. Doch meist zahlt man bei denen Mond-Preise für Asteroiden-Zimmer. Selbst im angeblich so unbezahlbaren London gibt es inzwischen schöne Unterkünfte zu erschwinglichen Preisen, als Beispiel werfe ich mal das nette Designhotel „K-West“ in West-Kensington ein. Auch in New York lässt sich einiges machen, der Preisvergleich bei Online-Buchungssystemen lohnt sich.

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Nur in Paris, da bleibt es schwierig. Denn viele Hotels pflegen noch immer einen sehr französischen, oft Belle-Epoque-lastigen Stil. Und wenn ich solch ein Zimmer betrete, scheine ich Staub zu atmen, obwohl mutmaßlich gar keiner da ist.

Da erschien es fast als Sensation, auf ein Design-Hotel für 140 Euro inklusive Frühstück zu treffen.

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Posted on Mittwoch, Februar 13, 2008 by Registered CommenterThomas Knüwer in , | Comments1 Comment | PrintPrint

"La Coupole", Paris: In Tradition erstickt

11122007769.jpgMindestens einmal an jedem Abend erschallt es durch den hohen Saal des “La Coupole”: “Un, deux, trois”, zählt der Kreis aus rund einem Dutzend Kellner an. Dann rufen sie aus voller Seele “CA C’EST PARIS!” und ziehen in langer Schlange in Richtung des Tisches, an dem ein Geburtsaghabender sitzt, der dann ein kleines Küchlein mit Wunderkerze serviert bekommt.

“Ach ja, so ist Paris”, denkt der frisch herein gekommene Gast in der Hoffnung, die sich selbst “Bar Americaine” nennende Tradtionseinrichtung könne jenen nostalgischen Charme herbeizaubern, der anderenorts in Frankreichs Kapitale entschwunden ist.

Optisch gelingt das wunderbar. Links eine Bar, an der vor allem Gäste stehen, die auf einen Tisch warten.  Der Thresen ist lang, denn das “La Coupole” ist groß. Sehr groß. Platz nehmen wir in einer der mit Leder gepolsterten Nischen, überall ist der Blick auf den Rest des Raumes gewährleistet, Holzabtrennungen sorgen aber dafür, dass nicht der Eindruck eines Gaffer-Landes ensteht.

Dann aber beginnt das Elend.

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Posted on Samstag, Januar 26, 2008 by Registered CommenterThomas Knüwer in , | Comments3 Comments | PrintPrint

"La Table de Joel Robuchon", Paris: Hier stirbt das Essen jung

Ehrfürchtig betrachten wir die gold schimmernde Kugel auf dem Teller. „Was ist das?“, fragt einer in unserer Runde in dem Tonfall, den die Science-Fiction-Fans aus Star-Trek-Episoden kennen, immer dann, wenn die Besatzung von Raumschiff Enterprise einer neuen Zivilisation begegnet. uploaded-file-14626

Er ist ein Dessert, dieser überirdisch anmutende Ball. Eine Zuckerkugel, gefüllt mit zweierlei Crèmes. So anmutig, so elegant, dass man ihn nicht zerstören möchte, weil man weiß: Er ist das Werk eines Meisters der Kochkunst. Doch die Werke von Küchengenies sind nun einmal angelegt auf Endlichkeit und die kommt schnell, werden die Kunstlichkeiten einmal aus dem Reich des Maitre getragen, hinfort zu den gierigen Mäulern der Gäste.

Und ein wahrer Maitre ist hier am Werk…

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Posted on Mittwoch, Januar 2, 2008 by Registered CommenterThomas Knüwer in , | CommentsPost a Comment | PrintPrint

Philippe Starck und das Motorenöl

In der vergangenen Woche verbrachte ich zwei Tage auf der Internet-Konferenz Le Web 3, die das beste Konferenz-Catering bot, das ich jemals erlebt habe. “Typisch Franzosen”, meinte ein Kollege, der ein paar Jahre in Paris lebte, “wenn Ausländer zum Essen kommen, meinen die Franzosen immer, sie müssten Foie Gras servieren”. Auch der Rest des Buffets aber war grandios.

Doch schreiben wollte ich ja nicht vom Essen, sondern von Philippe Starck. Der Star-Designer hielt einen herrlich verrückten Vortrag (Video wird demnächst auf der Homepage der Le Web zu sehen sein) und sagte etwas sehr wahres in Sachen Kulinarik:

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Posted on Samstag, Dezember 15, 2007 by Registered CommenterThomas Knüwer in , | CommentsPost a Comment | PrintPrint

New: Shortcut

We proudly present: Our new category called Shortcut! Gerade für diese neue Gotorio-Rubrik erhoffen wir uns von allen Lesern möglichst viel Input: für das nämlich was meine Freundin Gwen so gern als “Useful bits of information” bezeichnet und vor Ort Zeit spart. Natürlich soll alles, was wir hier festhalten für andere Reisende nützliche Information sein und zum Austausch von Informationen anregen. Aber es gibt ja diese kleinen Tipps die das Leben leichter machen.

zum Beispiel in Paris:

Ein spontaner Museumsbesuch im Louvre scheint fast unmöglich. Doch die endlosen Schlangen lassen sich prima vermeiden, wenn man mit der Metro fährt und in der Station ‘Louvre’ aussteigt. Von dort gibts auch einen Zugang ins Museum mit viel weniger Andrang. Weitere Eingänge liegen hinter Torbögen versteckt weiter hinten im Louvre-Komplex. Auch die werden wenig benutzt. Es gibt also keinen Grund, sich vor der weltberühmten Pyramide wegen Tickets die Beine in den Bauch zu stehen!

Schlangen am Eiffelturm kann man verkürzen, indem man die Treppen bis zur 1. Station hochläuft und dort ein Ticket löst. 

zum Beispiel Rom:

Mal eben schnell in die Sixtinische Kapelle?! Unmöglich, führt doch die Warteschlange meist um die halbe Vatikanstadt herum. Wer pfiffig ist und bereit, ein paar Euro zu investieren, um Zeit zu sparen, der geht an der Schlange vorbei direkt zum Eingang. Dort stehen Reiseführer, die für einen Betrag von um die 40 Euro pro Person (ist Verhandlungssache) eine komprimierte Führung durchs Vatikanische Museum machen und einen zur Kapelle lotsen.

Wer das Geld sparen will und allein unterwegs ist, kommt eine Stunde vor der Schliessung und schmuggelt sich an den Menschenmassen im Museum vorbei. Das ist selbst bei höchstem Andrang in einer halben Stunde zu schaffen - inklusive eines Schnelldurchlaufs durch die schönsten Prunkräume - dann bleibt noch genug Zeit, um einen Blick in die Kapelle zu werfen. Und der lohnt sich, trotz Menschengewusel, ganz sicher!

Umsonst und exklusiv kommt man übrigens auch ins Vatikanische Museum und in die Sixtinische Kapelle. Dafür muss man allerdings jemanden kennen, der im Vatikan lebt oder arbeitet, dann wird man von der Schweizer Garde am Haupttor lässig durchgewunken. Also vielleicht mal jemanden ansprechen, der mit wehender Soutane über den Petersplatz eilt…. Kann sich lohnen :-) 

Posted on Mittwoch, Mai 30, 2007 by Registered CommenterKatja Marjan in , , , | CommentsPost a Comment | PrintPrint
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