Entries in Malaysia (5)

Ein Bekenntnis in Sachen Essen

Ich habe ein Problem. Ein großes. Aber bei den Anonymen Alkoholikern soll man ja auch offen zu seiner Sucht stehen.

Also:

Ich esse gern.

Und viel.

Und (fast) alles.
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Und dabei ist es egal ob edel oder bodenständig. Für die Drei-Sterne-Qualitäten von Dieter Müller (und drei Sterne sind für ihn noch immer drei Sterne zu wenig) bin ich ebenso zu begeistern wie für eine Suppe auf einem  wuseligen und in Sachen Hygiene nur grenzwertig vertrauenswürdig erscheinenden Markt in Hanoi.

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Posted on Dienstag, Juli 31, 2007 by Registered CommenterThomas Knüwer in , , | Comments4 Comments | References1 Reference | PrintPrint

Capitol Satay, Melakka, Malaysia

Nach einer ausgedehnten Trischa-Fahrt (die Fahrräder auf denen man in einem Aufbau zu zweit mitfahren kann. Nix Rikscha, Trischa!) durch Melakka, einem historischen Städtchen im Süden Malaysias finden wir an einer der ganz offensichtlich nicht für Touristen aufgehübschten Ecken das „Capitol Satay“. Als wir an diesem Eckladen vorbeikommen fragen wir uns kurz, was das sein könne. Ein kleiner Raum mit Aluminiumtischen in deren Mitte Löcher sind. Ein Kühlregal an der Wand, von einem Vorhang verschlossen. Eine karibisch anmutende Bemalung an der Kopfseite. Gasflaschen unter den Löchern in den Tischen. Zwei Ladies, die mit großen Metalleimern Richtung Tischlöcher gehen. Wir gucken genauer. Ein Satay-Restaurant. Macht in einer halben Stunde auf. Klasse. Darauf warten wir.

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Hinter dem Vorhang der Kühltheke verbergen sich jede Menge Satay-Spieße, Hühnchen, Gambas, Fisch, Rindfleisch. Außerdem Salat, Kopchoi, Undefinierbares, Unmengen. Die Spieße nimmt man sich von Tabletts, Fischbällchen und weitere Leckereien liegen auf verschiedenfarbigen Tellern. Wie beim Sushi-Circle hat jeder Teller einen unterschiedlichen Wert. Das Loch in der Tischmitte wird mit einem Metalleimer voll brodelnder Erdnuss-Sauce gestopft. Und fertig ist das Satay-Fondue. Spieße eintauchen, abwarten, essen. Unglaublich lecker. Unbedingt ausprobieren.

Capitol Satay
Celup, 41, Lorong Bukit Cina
Melakka

 

Posted on Sonntag, Juni 3, 2007 by Registered CommenterNicola Schulte in , | CommentsPost a Comment | PrintPrint

Bijan Bar, Kuala Lumpur

Die Empfehlung des Concierge im „Mandarin Oriental“ für unser einziges Abendessen in der Stadt: die “Bijan Bar”. Vorweggenommen: für denjenigen, der gern thailändisch oder vietnamesisch ist, ist die malaysische Küche eine echte Entdeckung. Und der Koch der „Bijan Bar“ kann sie in Perfektion zubereiten.

Mein persönlicher Favorit: “Ikan Percik; John Dory fillets marinated with turmeric & crushed ginger, chargrilled & drizzled with spiced coconut gravy” Lecker, lecker, lecker! Zu den Currys unbedingt den „Nasi Minyak Spiced fragrant rice served with acar & fruit relish” bestellen.

Und wer es exotisch liebt, kann als Dessert noch den Durian Cake probieren. Kuchen aus der Stinkfrucht, die man in kein Hotelzimmer mitnehmen darf – aus gutem Grund. Der superfreundliche Kellner rät vorsichtig ab und warnt uns, das uns die beiden vorhergehenden Gänge wieder hochkommen könnten. So was hat uns noch nie abgeschreckt. Und so schlimm ist es nicht, aber ich finde es schmeckt wie es riecht. Mein Freund hingegen ist ganz begeistert. Schade das wir nur eine Nacht hier sind. Die Karte gibt noch einiges her.

7/7

“Bijan Bar”
No 3 Jalan Ceylon
50200 Kuala Lumpur
Malaysia

Posted on Sonntag, Mai 27, 2007 by Registered CommenterNicola Schulte in , | CommentsPost a Comment | PrintPrint

Mandarin Oriental, Kuala Lumpur

Nach zwei Wochen Kambodscha und Vietnam beendeten wir unseren Urlaub in Kuala Lumpur (bzw. KL wie hier alle sagen). Erste Eindrücke: Kulturschock nach der Armut Vietnams, Metropolis, mein Gott sind die Menschen hier freundlich. Wir übernachten in meinem seitdem erklärten Lieblingshotel: dem “Mandarin Oriental”.

In noch keinem Hotel auf der Welt habe ich so freundliche, zuvorkommende und unaufdringliche Mitarbeiter erlebt. Die Rezeptionistinnen kennen uns nach dem Check in auch am nächsten und übernächsten Tag noch mit Namen (und das bei nach grober Schätzung mindestens 1.000 Hotelgästen!). Das Frühstücksbuffet ist so, das man gut und gerne eine Woche hier übernachten kann ohne gelangweilt zu sein (üblicherweise kommt bei mir die Langeweile bei Buffets spätestens an Tag 2). Die Zimmer sind groß und geräumig, in zeitlos elegantem Stil eingerichtet. Cooles, gestyltes Design findet man hier nicht  (was ich ansonsten bevorzuge) aber der Service macht einfach alles andere Wett. Man fühlt sich zu Hause.

Der Morgen reicht noch zum kurzen Shopping. Im Einkaufszentrum KLCC direkt neben dem Mandarin Oriental gibt es wirklich alles, was die Markenwelt hergibt. Und wer es mag, kann sich hier seine Reise „refinanzieren“. Mit einem Gutschein aus dem Hotel bekommt man Rabatt und kann so z.B. bei Tag Heuer eine Uhr 30 Prozent günstiger erstehen als in Deutschland. Wer kurzfristigen Markenspaß für kleines Geld bevorzugt, geht lieber auf den Straßenmarkt Jalan Petaling in China Town. Da gibt es wirklich alles. Wer gut handelt bekommt hier einen Rolex-Fake für 30 oder „Gucci“-Taschen für 25 Euro. Hält allerdings nicht lange…

Mein Fazit: Die Malayen sind die freundlichsten Menschen die ich bis jetzt kennen gelernt habe. Und die Freundlichkeit  wirkt absolut herzlich, ehrlich und in keinster Weise aufgesetzt. Der nächste Urlaub ging übrigens direkt nach Malaysia. Im „Manadarin Oriental“ haben sie uns nach gut einem Jahr wieder erkannt.

7/7

Mandarin Oriental
Kuala Lumpur City Centre
50088 Kuala Lumpur
Malaysia

Posted on Sonntag, Mai 27, 2007 by Registered CommenterNicola Schulte in , | CommentsPost a Comment | PrintPrint

Overpriced and overrated

Also bis jetzt hamwer ja hier fast nur gelobt. Aber manchmal muss man auch meckern. Dieses Urlaubserlebnis liegt zwar schon eine Weile zurück. Aber trotzdem wollte ich das mal loswerden. Im Januar 2006 waren wir auf der malaysischen Insel Langkawi in einem Hotel namens Datai. Das heisst, der Name ist natürlich eigentlich THE Datai. Denn DAS Datai ist Kult geworden seit es vor 10 ? Jahren eröffnet wurde. Zum grossen Teil errichtet aus Tropenhölzern, die man aus der Schneise für die Hotelanlage geschlagen hat, war es eins der ersten Resorts, die marketingtechnisch den Versuch gemacht haben, eine Art ‘Öko-Image’ aufzubauen. Auch heute noch gibts Urwaldführungen mit einem Natur-Guide. Es war sehr schön dort, keine Frage. Aber für ein Hotel der Spitzenklasse mit entsprechenden Preisen dann auch eben wieder nicht nett genug. Der Service war so lala, der Balkon bzw. die Terrasse nahezu unbenutzbar, weil Makakenaffen-Männchen die Hotelzimmer belagern und so einiges mitgehen lassen. Nicht nur Obst aus dem Fruchtkorb im Zimmer, sondern auch Kameras und - besonders gern- glitzernde Brillanten. So mancher Diamantring von Honeymoonern soll vom Nachttisch stibitzt und auf Nimmerwiedersehen im tropischen Regenwald verschwunden sein. Ausserdem sind die Viecher einfach unfreundlich und aggressiv. Die meisten Gäste halten deshalb respektvollen Abstand. Jetzt könnte man argumentieren, dass die Tiere zuerst da waren und der Mensch in ihren Lebensraum eingedrungen ist. Was eben auch irgendwie richtig ist. Nervig ist es trotzdem.

Und irgendwie war der Lack so ein bisschen ab an dem Hotel. Die Feuchtigkeit und Hitze setzt den Gebäuden eben doch auf die Dauer zu. Unter den Gästen diverse russische Investmentbanker mit dicken Wodkaplautzen, die abends die Puppen haben tanzen lassen. Und morgens am Frühstückstisch am Pool den direkten Blick auf KaJo Neukirchens Schwimmübungen (Ex Metallgesellschaft). Wer braucht das?

Selbst eingefleischte Datai-Fans, die mit uns befreundet sind, haben dem Hotel den Rücken gekehrt und steigen seit neuestem im Four Seasons ab. Das ist noch ziemlich neu, ziemlich klein und deshalb ziemlich exklusiv.

Über ein so nettes Thai-Restaurant wie das Datai verfügt das Four Seasons allerdings nicht. Und um nochmal was Versöhnliches zu sagen: die Sundowner auf der Barterrasse über den Baumwipfeln und mit Blick aufs Meer ist schon ziemlich super. Und der beste aller Ehemänner war von den Waitressen auch schwer beeindruckt.

Aber hinfahren würden wir nicht nochmal. Sorry, Datai. Nächstes Mal lieber ins

Four Seasons Resort
Langkawi Malaysia
Jalan Tanjung Rhu
07000 Langkawi
Kedah Darul Aman 
Malaysia
Tel.
60 (4) 950 8888
Fax.
60 (4) 950 8899
Posted on Donnerstag, Mai 24, 2007 by Registered CommenterGotorio in | CommentsPost a Comment | PrintPrint