Über Go to Rio

GotoRio  ist die etwas andere Reiseseite im Internet. Sie steht für subjektive Eindrücke und Erlebnisse, und wir, die Autoren, stehen mit unserem Namen zu dem, was wir schreiben. Reisen, Restaurantbesuche, Shoppingtouren sind selbst bezahlt - denn wir sind nicht käuflich.

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Warum heisst gotorio Go to Rio? Weil wir über alle Orte schreiben - außer Rio.

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Mittwoch
Apr252007

Gruezi aus der Schwyz!

Ich habe eine sehr liebe Freundin. Und die hat ein ‘Fling-Thing’ eine ernste Beziehung mit einem prominenten Schweizer, dessen Namen wir hier aus Diskretionsgründen nicht nennen wollen (Bestechungen nicht unter einer Tafel Lind&Sprüngli-Schokolade werden gelegentlich angenommen). Er heisst in Anlehnung an den Film ‘Die Züricher Verlobung’ mit Liselotte Pulver - die älteren von uns werden sich an ihn erinnern - mit Spitznamen ‘Herr Uri’, wie das Kanton mit drei Buchstaben. Niemand hat ihn je gesehen. Und so hab ich mich neulich selbst auf die Suche nach ihm gemacht und bin nach Zürich geflogen. Dort habe ich viele Hinweise auf seine Existenz gefunden. In einem Cafe am Limmat zum Beispiel eine grosse Kugel Mövenpick-Pistazien-Eis. Aber er selbst ist nicht aufgetaucht. Um mich von dem Mysterium abzulenken, bin ich abends ins Theater gegangen und möchte wirklich JEDEM, der noch nicht im Schauspielhaus Zürich gewesen ist; wärmstens ans Herz legen, hinzufahren, solange Matthias Hartmann noch Intendant ist. Ein inspiriertes Ensemble mit grosser Spielfreude, ein Publikum, das mit dem Herzen dabei ist. Kulturgenuss pur. (In diesem Fall war es ‘Gott des Gemetzels’ - eingeladen auch zum Theatertreffen in Berlin .

Günstige Tickets bei Air Berlin. Was den Zusatznutzen hat, dass man bei der Ankunft in Zürich mit der Flughafenbahn zum Hauptterminal fahren darf. Ein schöner Spass weil es die Schweizer verstehen, mit Schweizer Klischees zu spielen: Auf Videoleinwänden im Tunnel sausen unter Glockengeläut und Gejodel Alpengipfel an einem vorbei. Das Schönste aber ist die Begegnung mit Heeeeeiiiiiiiidiiiiiieee.

Übernachtunsgtipp: Romantikhotel Florhof im Limmat-Viertel. Mit sehr gutem Restaurant (Achtung: Öffnungszeiten für unsere Verhältnisse etwas merkwürdig. vorher checken).

5/7

Mittwoch
Apr252007

Schnitzel Teil II

Das leckerste Schnitzel der jüngsten Vergangenheit hab ich übrigens auf Mallorca gegessen. Im Vienna in C’as Concos. Inhaber Rainer, geschätzte um-die-60, gefühlte fühl-mich-wie-40-forever-young-Fraktion hat in dem Dorf im Südosten ein besonders bei der Mallorca-Clique vom Typ ‘Hamburger Hügel’ einen Hit gelandet. Brechend voll, ohne Reservierung (fast) keine Chance. Prädikat wertvoll weil Rainers gesammelte Werke an der Wand (darunter Kippenberger).

Promidichte: hoch. An Ostern z.B. Herbert Knaup mit Cowboyhut (würde tippen: schwere Midlife-Crisis), Axel und Judith (Betzler) Milberg mit dem gesamten Friends & Family-Clan. Vor der Tür ketterauchen: Strombergs Chef. Name vergessen.

Wer das alles nicht braucht und noch besser essen will, geht einmal um die Ecke ins ‘Kote’. Baskische Küche mit Pfiff, toller Innenhof. Die Wirtin hat Witz und Biss und manchen Schwank zu erzählen. z.B. über Gäste, die bei Ihr ‘duschen’ wollten, weil das Lokal früher ein Hippie-Treff war, wo Pärchen zum Apero ein Handtuch mitbrachten, um sich den Sand vom 10 Kilometer entfernten Es Trenc-Strand endlich abzuwaschen und sich bei der Gelegenheit mal so richtig einzuseifen….

Mittwoch
Apr252007

Schnitzl Fritzl

Hiess eine Kneipe, die ich vor 15 Jahren mitten in Neuseeland bei einer Rucksackrundreise gefunden habe. Typisches Einwandererding von einem Österreicher mit den leckersten Riesenschnitzellappen der Welt. Keine Ahnung, ob es ihn noch gibt. Aber eigentlich, finde ich, könnte dieser Mann mal zurückkommen in sein Heimatland, um den Schnitzelmarkt aufzumischen. Ich hasse Touristen-Ausnepp-Läden wie Plachutta und Figlmüller. Und trotzdem werden sie einem von Einheimischen immer als die ultimativen Wiener Schnitzelstationen empfohlen. Vielleicht hat hier mal einen nen Schnitzeltipp?

Mittwoch
Apr252007

Haben Sie Wien schon bei Nacht gesehn?

Neee? Ich auch nich. War ihn Wien. Vom Besichtigen so fertig, dass von Durchmachen nicht die Rede sein konnte. Bin ja auch nicht mehr die Jüngste…

Dafür hab ich mir den Sternenhimmel über den Dächern von Wien angeschaut. Das Hotel Altstadt Vienna machts möglich. Aufgebaut wie eine klassische Wiener Pension - mit Rezeptions- und Salon-Etage (nachmittags idealer Treffpunkt für Kaffee und ein kultiviertes Gespräch mit anderen Gästen), verteilen sich die Zimmer und Suiten über das gesamte Wiener Stadtpalais. Gelungener Mix aus Jugendstil und moderner Kunst. Seit neuestem renovierte Suiten im Matteo-Thun-Design. So ne Art modernisierte Fassung von Josefine-Mutzenbacher-Ambiente. Bisschen schwül, bisschen modern, bisschen sexy. Sehr gelungen.

Ich hab allerdings in der Otto-Suite gewohnt, benannt nach dem Eigentümer des Hotels. Der allerdings einer Truppe von netten jungen Damen, die den Laden schmeissen, den Vortritt lässt und sich dezent im Hintergrund hält (wenn er denn überhaupt je in Erscheinung tritt).

 

Wohnen ‘im Otto’ ist wirklich Klasse, weil man sich ein Wochenende lang dem Gefühl hingeben kann, zur Wiener Boheme zu gehören. Parkett, hohe Decken, betagtes Mobiliar. Zum Grosszügigen Wohnzimmer gehört ein alter Schreibtisch mit W-Lan-Anschluss genauso wie B&O-Technik. Aber auch nette Features wie ein altes Radio (Modell ‘Traviata’), separates Schlafgemach mit Nachtfunkel-Leuchte, aber das Beste ist die schmale Stiege, die sich hinter einer holzvertäfelten Wandverkleidung verbirgt und einen raufträgt auf eine ganz-und-gar wunderbare Terrasse mit Blick über die Stadt und die benachbarten Dachgärten (Fotos folgen!).

Das nen ich mal ein gelungenes Hotel: bezahlbarer Preis, Wien ohne Schmäh, aber mit viel Flair! Absolut empfehlenswert.

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