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Über Go to Rio

GotoRio  ist die etwas andere Reiseseite im Internet. Sie steht für subjektive Eindrücke und Erlebnisse, und wir, die Autoren, stehen mit unserem Namen zu dem, was wir schreiben. Reisen, Restaurantbesuche, Shoppingtouren sind selbst bezahlt - denn wir sind nicht käuflich.

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Warum heisst gotorio Go to Rio? Weil wir über alle Orte schreiben - außer Rio.

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Mittwoch
Apr252007

Schnitzl Fritzl

Hiess eine Kneipe, die ich vor 15 Jahren mitten in Neuseeland bei einer Rucksackrundreise gefunden habe. Typisches Einwandererding von einem Österreicher mit den leckersten Riesenschnitzellappen der Welt. Keine Ahnung, ob es ihn noch gibt. Aber eigentlich, finde ich, könnte dieser Mann mal zurückkommen in sein Heimatland, um den Schnitzelmarkt aufzumischen. Ich hasse Touristen-Ausnepp-Läden wie Plachutta und Figlmüller. Und trotzdem werden sie einem von Einheimischen immer als die ultimativen Wiener Schnitzelstationen empfohlen. Vielleicht hat hier mal einen nen Schnitzeltipp?

Mittwoch
Apr252007

Haben Sie Wien schon bei Nacht gesehn?

Neee? Ich auch nich. War ihn Wien. Vom Besichtigen so fertig, dass von Durchmachen nicht die Rede sein konnte. Bin ja auch nicht mehr die Jüngste…

Dafür hab ich mir den Sternenhimmel über den Dächern von Wien angeschaut. Das Hotel Altstadt Vienna machts möglich. Aufgebaut wie eine klassische Wiener Pension - mit Rezeptions- und Salon-Etage (nachmittags idealer Treffpunkt für Kaffee und ein kultiviertes Gespräch mit anderen Gästen), verteilen sich die Zimmer und Suiten über das gesamte Wiener Stadtpalais. Gelungener Mix aus Jugendstil und moderner Kunst. Seit neuestem renovierte Suiten im Matteo-Thun-Design. So ne Art modernisierte Fassung von Josefine-Mutzenbacher-Ambiente. Bisschen schwül, bisschen modern, bisschen sexy. Sehr gelungen.

Ich hab allerdings in der Otto-Suite gewohnt, benannt nach dem Eigentümer des Hotels. Der allerdings einer Truppe von netten jungen Damen, die den Laden schmeissen, den Vortritt lässt und sich dezent im Hintergrund hält (wenn er denn überhaupt je in Erscheinung tritt).

 

Wohnen ‘im Otto’ ist wirklich Klasse, weil man sich ein Wochenende lang dem Gefühl hingeben kann, zur Wiener Boheme zu gehören. Parkett, hohe Decken, betagtes Mobiliar. Zum Grosszügigen Wohnzimmer gehört ein alter Schreibtisch mit W-Lan-Anschluss genauso wie B&O-Technik. Aber auch nette Features wie ein altes Radio (Modell ‘Traviata’), separates Schlafgemach mit Nachtfunkel-Leuchte, aber das Beste ist die schmale Stiege, die sich hinter einer holzvertäfelten Wandverkleidung verbirgt und einen raufträgt auf eine ganz-und-gar wunderbare Terrasse mit Blick über die Stadt und die benachbarten Dachgärten (Fotos folgen!).

Das nen ich mal ein gelungenes Hotel: bezahlbarer Preis, Wien ohne Schmäh, aber mit viel Flair! Absolut empfehlenswert.

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