Werbung

Kontakt zu Gotorio
Über Go to Rio

GotoRio  ist die etwas andere Reiseseite im Internet. Sie steht für subjektive Eindrücke und Erlebnisse, und wir, die Autoren, stehen mit unserem Namen zu dem, was wir schreiben. Reisen, Restaurantbesuche, Shoppingtouren sind selbst bezahlt - denn wir sind nicht käuflich.

Praktischer Hinweis: Wenn Ihr in Rubriken suchen wollt, findet Ihr die weiter unten auf der Seite unter dem Stichwort Suchen und Finden!

 

Warum heisst gotorio Go to Rio? Weil wir über alle Orte schreiben - außer Rio.

Werbung
Suchen und Finden
Navigation
Login
Samstag
Jun232007

Von New York nach Boston: oder straight into the Sommerfrische

Teil I, Connecticut

Sommerzeit ist Ostküstenzeit. Und alle Jahre wieder fragen mich meine Freunde nach Tipps für einen Trip von Big A nach Good Old B. Starten wir also in A, bzw NYC. Reine Fahrzeit bis Boston: knapp vier Stunden. Wir werden allerdings länger brauchen. Tage. Vielleicht sogar Wochen. Denn unterwegs gibt’s viel zu sehen. Aber erstmal machen wir uns eilig auf den Weg. Wir spielen, Stadt, Land, Fluss – und vor allem: Meer.

Wir könnten nach Long Island fahren. Oder ins Hudson River Valley. Aber das sind zwei andere Touren. Und die machen wir auch noch. Heute cruisen wir Richtung Boston. Und, das möchte ich noch mal betonen: Alles selbst erfahren, selbst ersegelt, selbst gegessen, selbst bezahlt. Zum Nachmachen dringend empfohlen, vom Abschreiben wird dringend abgeraten. Das nur als kleiner Hinweis vorab. Ich kenn ja meine Journalisten-Kollegen-Pappenheimer, die das nahende Sommerloch irgendwie füllen müssen.

newyorkuws.jpg

Click to read more ...

Samstag
Jun232007

Newport – oder: mehr als Mansions

Updated on Montag, Juni 25, 2007 by Registered CommenterKatja Marjan

Teil II, Rhode Island

Gut gestärkt gurken wir noch ein Stündchen auf der I95 gen Newport, Rhode Island.

newportbridge.jpg

 

In die Stadt der Segelfanatiker kommt man über die RI-138 East, Jamestown, Newport, Bridges ist ausgeschildert. Über zwei Brücken muss man fahren (zwei Dollar Toll), Jamestown Island hat angeblich kein einziges Haus unter einer Million Dollar im Angebot. Es ist eine der natürlichsten ‚gated communities’ der Welt.

Click to read more ...

Samstag
Jun232007

Cape Cod – oder: auf der Suche nach dem perfekten Strand

Teil III, Cape to Nantucket

Von Newport aus hüpfen wir über die Brücken zurück in Richtung I95. Nach eineinhalb Stunden sind wir in… nein, noch immer nicht in Boston. Erstmal fahren wir aufs Cape.

Cape-Cod-Map.jpg

Und jetzt muss eine Entscheidung getroffen werden: Weiter vorn auf dem Cape bleiben – von dort ist es bei schlechtem Wetter nur ein Einestunde-15-Hüpfer nach Boston. Oder weiter rauf fahren. Da sind die besten Strände.

Click to read more ...

Samstag
Jun232007

Beacon Hill – oder: darfs mehr oder weniger sexy sein?

Teil IV, Boston

6A West, 6 West, 3 North, Exit 23: Das alles in 1h:15 und schon ist man vom Cape wieder im urbanen Leben angekommen.

Was Boston betrifft werde ich mich jetzt mal beschränken, denn Regalmeter von Reiseführern sind vollgeschrieben worden mit Tipps. Ich hab früher um die Ecke vom Old State House gewohnt. Das sei aber nur aus nostalgischen Gründen erwähnt (null Nutzwert, geb ich zu).

oldstatehouse.jpg

Aufgefallen ist mir bei meinem letzten Besuch vor einem halben Jahr, dass sich die Haupteinkaufsstrasse Newbury Street nicht gerade positiv verändert und viel von ihrer Individualität verliert, weil immer mehr Kettenläden dort aufmachen. Unter anderem ein riesiger Filene’s Basement Store – allerdings wirklich ein Schnäppchenparadies für Fashionschick – aber dennoch gehört so ein Laden irgendwie nicht auf den ‚Prachtboulevard’. Der offizielle Eingang liegt übrigens auf der Parallelstrasse Boylston Street. Zu erwähnen wäre noch das Gegenstück dazu: Das Modehaus Louis Boston.

Click to read more ...

Freitag
Jun222007

"Bobotie", Köln: Hörrens, isch sach Ihnen, fast wie am Kap

Die Gastronomie ist eine Branche, die in einem Punkt seit einigen Jahren leicht auszurechnen ist: Hat ein Land den Sprung zum Massentourismus geschafft, tauchen bald in Deutschland die ersten Restaurants mit den dort bevorzugten Spezialitäten auf. So wurden im Laufe der Jahre aus chinesischen Restaurants Thai-Läden und kaum machte der Balkankrieg die Reisen nach Jugoslawien unmöglich, verschwanden die Cevapcici-Köche. Dies ist auch der Grund, warum wir bald quer durch die Republik noch mehr Vietnam-Lokale sehen werden - in Berlin gibt es schon mehr rohe Frühlingsrollen als Sol-Eier.

Die nächste Welle steht schon vor der Tür, das ist so sicher wie das Schnitzel in Wien: südafrikanische Restaurants. Das ist  ja auch nicht schlimm sondern angesichts der dortigen Küche bejubelnswert.

 Ein erster Vorbote ist das “Bobotie” in Köln, zentral gelegen, nahe dem Neumarkt. Von außen wirkt es dunkel und unnahbar, die Zebra-Streifen an der Tür erinnern an die Ranger-Wagen im Safari-Park Stuckenbrock. Doch innen wird es heimelig. Beige-graue Wände, afrikanisches Design, im vorderen Bereich eine kuschelige Lounge mit Bar, hinten ein überschaubar großes Restaurants.

21062007078.jpg 

 Natürlich hat auch dieses Lokal, das gehört sich so, eine kleine Geschichte. Mit-Besitzer ist der Kapstädter Paul Stern, Regisseur und langjähriger Spielleiter der Bonner Oper. Sein Großvater war Top-Koch, ist der Karte zu entnehmen und der Gast soll wohl assoziieren, dass handwerkliche Fähigkeiten immer eine Generation überspringen. Kann ich bestätigen: Mein Vater war Elektro-Meister, ich kann gerade mal ne Glühbirne sauber reindrehen.

210620070791.jpg

Stern aber kocht nicht, er bewirtet. Davon versteht er was, der Service glänzt mit jener herzlichen Freundlichkeit, die wir aus Südafrika kennen. Und wie es sich gehört, kann er auch Weine zu den einzelnen Gerichten empfehlen. So schwer ist das allerdings nicht. Die Weinkarte beschränkt sich auf magere drei Sorten - das geht am Kap aber besser.

Das Essen bietet fast alles, was Südafrika ausmacht. Zum Beispiel Straußenfillet in Feigen-Tamarinden-Soße (Foto) - fast perfekt, auf zwei Tellern entpuppt sich eines der drei Stücke als etwas zäh. Es wäre aber vermessen, die Fleischqualität zu erwarten, die in Südafrika serviert wird - dazu ist der Transportweg zu weit. Sehr lecker sind die dazu servierten knusprigen Maisplätzchen.

21062007077.jpg 

 Auch Kingclip gibt es, jene extrem leckere Fischsorte, hier gibt es sie mit Tomaten-Kokos-Soße (Foto unten). Und natürlich Blessbock und Springbock. Schade nur, dass  Kudu fehlt, jenes herzhafte  Büffelfleisch.
21062007074.jpg

Derzeit wird das “Bobotie” von der Kölner Presse reichlich bejubelt und man ist geneigt, diesem äußerst sympathischen Restaurants die Lobhudelei auch zu gönnen. Doch ganz makellos ist der Abend nicht: Das kap-malayische Hühnchencurry gefällt nicht und ist im Gegensatz zu den anderen Gerichten auch eher übersichtlich portioniert.

 Dafür entschädigt der Nachtisch. Auf der Karte ist er nicht zu finden, was auf täglich wechselnde, frische Alternativen schließen und hoffen lässt. Bei uns gab es ein Trifle, also jenes englisch-(oder irisch-?)stämmige Dreischicht-Dessert, angerichtet mit Kapstachelbeeren - eine Mischung aus Urlaubserinnerung und Kindergeburtstagsfreude rutscht die Kehle runter.

Am Ende schaut auch Co-Chef Stern am Tisch vorbei. Ob alles gut war? Ja, es war gut. Nicht sensationell, aber wiederholenswert - und das beste, was wir an südafrikanischer Kost bisher in Deutschland bekommen haben. Das “Bobotie” wird uns wiedersehen.

21062007073.jpg 

 

 

 

 

 



Bobotie
Marsilstein 9 - 13
50676 Köln