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Über Go to Rio

GotoRio  ist die etwas andere Reiseseite im Internet. Sie steht für subjektive Eindrücke und Erlebnisse, und wir, die Autoren, stehen mit unserem Namen zu dem, was wir schreiben. Reisen, Restaurantbesuche, Shoppingtouren sind selbst bezahlt - denn wir sind nicht käuflich.

Praktischer Hinweis: Wenn Ihr in Rubriken suchen wollt, findet Ihr die weiter unten auf der Seite unter dem Stichwort Suchen und Finden!

 

Warum heisst gotorio Go to Rio? Weil wir über alle Orte schreiben - außer Rio.

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Samstag
Jun232007

Newport – oder: mehr als Mansions

Updated on Montag, Juni 25, 2007 by Registered CommenterKatja Marjan

Teil II, Rhode Island

Gut gestärkt gurken wir noch ein Stündchen auf der I95 gen Newport, Rhode Island.

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In die Stadt der Segelfanatiker kommt man über die RI-138 East, Jamestown, Newport, Bridges ist ausgeschildert. Über zwei Brücken muss man fahren (zwei Dollar Toll), Jamestown Island hat angeblich kein einziges Haus unter einer Million Dollar im Angebot. Es ist eine der natürlichsten ‚gated communities’ der Welt.

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Samstag
Jun232007

Cape Cod – oder: auf der Suche nach dem perfekten Strand

Teil III, Cape to Nantucket

Von Newport aus hüpfen wir über die Brücken zurück in Richtung I95. Nach eineinhalb Stunden sind wir in… nein, noch immer nicht in Boston. Erstmal fahren wir aufs Cape.

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Und jetzt muss eine Entscheidung getroffen werden: Weiter vorn auf dem Cape bleiben – von dort ist es bei schlechtem Wetter nur ein Einestunde-15-Hüpfer nach Boston. Oder weiter rauf fahren. Da sind die besten Strände.

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Samstag
Jun232007

Beacon Hill – oder: darfs mehr oder weniger sexy sein?

Teil IV, Boston

6A West, 6 West, 3 North, Exit 23: Das alles in 1h:15 und schon ist man vom Cape wieder im urbanen Leben angekommen.

Was Boston betrifft werde ich mich jetzt mal beschränken, denn Regalmeter von Reiseführern sind vollgeschrieben worden mit Tipps. Ich hab früher um die Ecke vom Old State House gewohnt. Das sei aber nur aus nostalgischen Gründen erwähnt (null Nutzwert, geb ich zu).

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Aufgefallen ist mir bei meinem letzten Besuch vor einem halben Jahr, dass sich die Haupteinkaufsstrasse Newbury Street nicht gerade positiv verändert und viel von ihrer Individualität verliert, weil immer mehr Kettenläden dort aufmachen. Unter anderem ein riesiger Filene’s Basement Store – allerdings wirklich ein Schnäppchenparadies für Fashionschick – aber dennoch gehört so ein Laden irgendwie nicht auf den ‚Prachtboulevard’. Der offizielle Eingang liegt übrigens auf der Parallelstrasse Boylston Street. Zu erwähnen wäre noch das Gegenstück dazu: Das Modehaus Louis Boston.

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Freitag
Jun222007

"Bobotie", Köln: Hörrens, isch sach Ihnen, fast wie am Kap

Die Gastronomie ist eine Branche, die in einem Punkt seit einigen Jahren leicht auszurechnen ist: Hat ein Land den Sprung zum Massentourismus geschafft, tauchen bald in Deutschland die ersten Restaurants mit den dort bevorzugten Spezialitäten auf. So wurden im Laufe der Jahre aus chinesischen Restaurants Thai-Läden und kaum machte der Balkankrieg die Reisen nach Jugoslawien unmöglich, verschwanden die Cevapcici-Köche. Dies ist auch der Grund, warum wir bald quer durch die Republik noch mehr Vietnam-Lokale sehen werden - in Berlin gibt es schon mehr rohe Frühlingsrollen als Sol-Eier.

Die nächste Welle steht schon vor der Tür, das ist so sicher wie das Schnitzel in Wien: südafrikanische Restaurants. Das ist  ja auch nicht schlimm sondern angesichts der dortigen Küche bejubelnswert.

 Ein erster Vorbote ist das “Bobotie” in Köln, zentral gelegen, nahe dem Neumarkt. Von außen wirkt es dunkel und unnahbar, die Zebra-Streifen an der Tür erinnern an die Ranger-Wagen im Safari-Park Stuckenbrock. Doch innen wird es heimelig. Beige-graue Wände, afrikanisches Design, im vorderen Bereich eine kuschelige Lounge mit Bar, hinten ein überschaubar großes Restaurants.

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 Natürlich hat auch dieses Lokal, das gehört sich so, eine kleine Geschichte. Mit-Besitzer ist der Kapstädter Paul Stern, Regisseur und langjähriger Spielleiter der Bonner Oper. Sein Großvater war Top-Koch, ist der Karte zu entnehmen und der Gast soll wohl assoziieren, dass handwerkliche Fähigkeiten immer eine Generation überspringen. Kann ich bestätigen: Mein Vater war Elektro-Meister, ich kann gerade mal ne Glühbirne sauber reindrehen.

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Stern aber kocht nicht, er bewirtet. Davon versteht er was, der Service glänzt mit jener herzlichen Freundlichkeit, die wir aus Südafrika kennen. Und wie es sich gehört, kann er auch Weine zu den einzelnen Gerichten empfehlen. So schwer ist das allerdings nicht. Die Weinkarte beschränkt sich auf magere drei Sorten - das geht am Kap aber besser.

Das Essen bietet fast alles, was Südafrika ausmacht. Zum Beispiel Straußenfillet in Feigen-Tamarinden-Soße (Foto) - fast perfekt, auf zwei Tellern entpuppt sich eines der drei Stücke als etwas zäh. Es wäre aber vermessen, die Fleischqualität zu erwarten, die in Südafrika serviert wird - dazu ist der Transportweg zu weit. Sehr lecker sind die dazu servierten knusprigen Maisplätzchen.

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 Auch Kingclip gibt es, jene extrem leckere Fischsorte, hier gibt es sie mit Tomaten-Kokos-Soße (Foto unten). Und natürlich Blessbock und Springbock. Schade nur, dass  Kudu fehlt, jenes herzhafte  Büffelfleisch.
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Derzeit wird das “Bobotie” von der Kölner Presse reichlich bejubelt und man ist geneigt, diesem äußerst sympathischen Restaurants die Lobhudelei auch zu gönnen. Doch ganz makellos ist der Abend nicht: Das kap-malayische Hühnchencurry gefällt nicht und ist im Gegensatz zu den anderen Gerichten auch eher übersichtlich portioniert.

 Dafür entschädigt der Nachtisch. Auf der Karte ist er nicht zu finden, was auf täglich wechselnde, frische Alternativen schließen und hoffen lässt. Bei uns gab es ein Trifle, also jenes englisch-(oder irisch-?)stämmige Dreischicht-Dessert, angerichtet mit Kapstachelbeeren - eine Mischung aus Urlaubserinnerung und Kindergeburtstagsfreude rutscht die Kehle runter.

Am Ende schaut auch Co-Chef Stern am Tisch vorbei. Ob alles gut war? Ja, es war gut. Nicht sensationell, aber wiederholenswert - und das beste, was wir an südafrikanischer Kost bisher in Deutschland bekommen haben. Das “Bobotie” wird uns wiedersehen.

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Bobotie
Marsilstein 9 - 13
50676 Köln


Montag
Jun182007

Istanbul - die Überraschung am Bosporus

Ich dachte, Istanbul, dass ist bestimmt so eine Mischung aus Orient und Anatolien, verwinkelte Gassen alte Steine und Moscheen und so, Geschäfte mit Gewürzen und Klamotten die die Welt nicht braucht,  traditionelle Restaurants mit Börek und Lammakun. Ganz schön von Gestern, war ich.

Die Stadt ist der Hammer! Wir wohnen im “SAS Hotel”, direkt am Bosporus. Wunderbare Lage, hervorragendes Frühstück auf der Terrasse direkt am Wasser mit guter Loungemusik. Durchaus empfehlenswert. Aber auf gar keinen Fall am Wochenende Zimmer 151 akzeptieren! Niemals! Das liegt Wand an Wand zum “Anjelique”. Beim rüberschauen um 21.00 Uhr tarnt es sich als Restaurant. Beim Zurückkommen um 1.30 Uhr entpuppt es sein wahres ich – Nightclub. Mit Superwummerbassmukke. Auch mit Ohropax, das der Concierge nach 30 Minuten hochschickt, nicht abzuschalten. Schlafen geht nur bei Todmüdigkeit oder  so ab 5.00 Uhr.  Oder man geht hin. Scheint der Schlange vor den Tür nach zu urteilen sehr angesagt zu sein und sieht auch wirklich klasse aus. Aber leider war ich nur zwei Abende und einen Tag in der Stadt und wollte mir die Nacht nicht im Club um die Ohren schlagen.

Touristische Sehenswürdigkeiten habe ich darum auch nur von weitem gesehen, aber dafür habe ich am Samstag einen tollen Einblick  bekommen. Wir waren in drei Vierteln unterwegs: Ortaköy, Galatasaray und Nişantaşi.

Am Tünel (mit der Zahnradbahn rauffahren), sind Unmengen von Bars und Restaurants. Die Straßen erinnern zum Teil an St. Germain in Paris (Straßenmärkte mit frischestem Obst, Fisch, Gemüse),
St. Francisco (zumindest, wenn die alte Straßenbahn auftaucht), die Altstadt von Palma (enge Kopfsteinpflasterstraßen) oder die Bolkerstraße in der Düsseldorfer Altstadt (Touristennepperschlepperei). 

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 Wer Zeit hat, geht tagsüber hin und selektiert für den Abend vor. Hier gibt es auf engstem Raum einfach alles was das Herz begehrt.

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 Zum Beispiel das “Cezayir”. Keine Ahnung wie das Essen dort schmeckt - in einem Gebäude aus dem 16 Jahrhundert, das früher eine Schule der Italien Workers Association war ist heute ein genial designtes Restaurant das früh Vormittags verwaist ist aber schon leckeren Kaffee hat.

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Zum  Shoppen gehts nach Nişantaşi. Also, ich habe in meinem Leben ja schon viele Schuhgeschäfte oder Schuhabteilungen gesehen, Saks, Harvey Nichols, … nichts gegen die Schuhabteilung  im auf 6 Etagen verteilten Luxuskaufhaus Beymen. Hier ist jeder Designer der gut und teuer ist vertreten. Taschen und Klamotten gibt es übrigens auch. Ihr könnt auch Eure Männer mitnehmen. Den Jungs wirds bestinmt nicht langweilig. Auf zwei Etagen gibt es neben ausreichend Luxusklamotten für sie auch Motorroller -  so sie wollen.

Darüber hinaus sind in dieser Ecke der Stadt: jede Menge einzelner Geschäfte sämtlicher bekannter und in Deutschland noch nicht vertretener Luxus-Designer. Gucken, Kreditkarte zu Hause lassen oder vorher  im Lotto gewinnen. Wenn das Geld schon nicht für Gucci, Prada und Roger Vivier reicht, dann geben wir es halt beim  Lunch aus. Im “House Cafe”,  das von der Designergruppe Autoban gestaltet wurde. Hier gibt es nicht nur köstliche Hausgemachte Limonade sondern auch leckere Salate und Sandwiches. Praktischerweise gibt es gleiche mehrere House Cafes in Istanbul. Drei davon habe ich gesehen. Machen alle einen super Eindruck.DSC00946.JPG
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Das von Wallpaper zum weltweit besten Restaurant 2007 ausgezeichnete “Müzedechanga” im Sakip Sabanci Museum (dem Taxifahrer sagen, dass es im Museum ist, sonst fährt er dran vorbei), ebenfalls von der Designergruppe Autoban sieht klasse aus, bietet ein gutes Essen und eine wunderbare Terrasse mit Blick über der Bosporus.

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Leider konnten wir draußen im Dunklen unser Essen kaum sehen. Drinnen aber war es  am Freitag Abend gähnend leer und darum nicht so der Stimmungsbringer. Dafür soll das “Changa” ganz klasse sein. Guck ich mir beim nächsten Mal an. Wer gut und in angesagter Location essen und nicht die hier genannen  Restaurants probieren möchte: am besten vorher in Cool Restaurants Istanbul gucken.

Radison SAS Bosphorus Hotel
Çirğan Cad. No:46
34349 Ortaköy

Cezayir
HaCad. 12, Galatasaray, Beyoğlu
34425 Istanbul

The Housecafe
Verschiedene Locations

Müzedechanga
Sakip Sabanci Caddesi No: 22
Emirgan
34467 Istanbul