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Über Go to Rio

GotoRio  ist die etwas andere Reiseseite im Internet. Sie steht für subjektive Eindrücke und Erlebnisse, und wir, die Autoren, stehen mit unserem Namen zu dem, was wir schreiben. Reisen, Restaurantbesuche, Shoppingtouren sind selbst bezahlt - denn wir sind nicht käuflich.

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Warum heisst gotorio Go to Rio? Weil wir über alle Orte schreiben - außer Rio.

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Mittwoch
Jan152014

Tage in Myanmar: Yangon und die unbeschreibliche Schönheit der Shwedagon

Nichts kann Sie auf diesen Moment vorbereiten. Kein Reiseführer, kein Bericht von Menschen, die Myanmar bereist haben, auch nicht dieser Text, den Sie gerade lesen. Nichts.

Sie werden den ersten Schritt auf das Plateau der Shwedagon Pagode zu Yangon machen und sprachlos sein ob dieser Schönheit. Vor ihnen erhebt sich ein hundert Meter hoher Goldkegel, davor ein breiter Rundgang, mit Marmor ausgelegt, umgeben von zahlreichen Andachtsstätten und Tempeln für die - wie überall in Myanmar - gilt: Gehen Sie davon aus, das was golden glänzt, auch Gold ist.

Die Shwedagon, die ihre heutigen Ausmaße 1774 erreicht, ist eines der schönsten Bauwerke, die wir besucht haben, sie steht auf einer Ebene mit dem Petersdom. Doch während der beeindrucken, ängstigen, einschüchtern soll, hat die Shwedagon eine beruhigende, glücklich machende Atmosphäre. St. Peter ist ein Museum der Vergänglichkeit, die Shwedagon ein Marktplatz zur Feier des Augenblicks. 

Hier wird nicht still gemurmelt, hier kann keine Stimme widerhallen. Touristen mischen sich mit Betenden, wer sein Gebet beendet hat, quatscht mit Freunden oder checkt die Nachrichten auf seinem Smartphone (dem wichtigsten Statussymbol in Myanmar). Gebet ist hier keine Separierung vom Leben, sondern ein Teil dessen. 

Die Menschen, die Farben - die Shwedagon ist ein überirdisch-fröhlicher Ort. Erst recht zu Sonnenaufgang (haben wir uns sagen lassen - früh aufstehen gehört nicht zu unseren Kernkompetenzen) und Sonnenuntergang (können wir nach zwei Besuchen bestätigen). Zu diesen Zeiten müssen Sie die Pagode gesehen haben: Die sich wandelnde Sonne macht die Shwedagon zu einer Leinwand des Lichts, unterstütz durch Lampen, die einerseits das Gold unterstützen, andererseits die myanmarische Liebe zu überbunten Lichterketten nicht verleugnen.

Tun Sie sich selbst den Gefallen und hetzen Sie nicht umher. Suchen Sie sich eine Treppenstufe und setzen Sie sich. Beobachten Sie. Einfach so. Es ist wundervoll und nichts könnte Sie auf dieses Land besser einstimmen. 

Es ist ja ohnehin unmöglich, jedes Detail dieser gewaltigen Anlage zu sehen. Erst recht ihren wertvollsten Teil:

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Dienstag
Jan072014

Tage in Myanmar: Wie alles beginnt und warum Myanmar Myanmar heißen muss

Welches ist das größte Land Südostasiens? 

OK, Sie haben die Überschrift des Artikels gelesen, deshalb ahnen Sie die Antwort: Myanmar.

Aber wären Sie ohne diese Hilfe drauf gekommen? 

Bevor wir unseren Urlaub im ehemaligen Burma planten, fragen sehr, sehr viele unserer Freunde Fragen wie “Wo ist denn das?” oder “Zu welchem Land gehört das?” Selbst die Medienpräsenz der Friedens-Nobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi hat die Nation in weiten Teilen der deutschen Bevölkerung nicht aus der Obskurität gestoßen.

In unserem Freundeskreis kannten wir ungefähr ein halbes Dutzend Menschen, die vor uns nach Myanmar gereist waren. Exakt genauso viele von ihnen sagen: Myanmar ist das schönste Land, durch das wir gereist sind. 

Die Latte lag also hoch, als wir uns Ende Novemberaufmachten. Und? Nun, wir sagen jetzt - das gleiche. Mehr noch: Dies war nicht nur der schönste Urlaub, den wir bisher verbrachten - mit weitem Abstand hat uns noch kein Land so begeistert, fasziniert, umgehauen, mitgenommen und sprachlos gemacht. 

Betrachten Sie einfach dieses Bild: 

Nein, das ist keine Computeranimation aus “Star Wars Episode VII”. Es zeigt einen kleinen Teil der Tempel- und Pagodendächer von Bagan bei Sonnenuntergang. Und, nein, hier hat niemand gephotoshopt. Selbst Fotodilettanten wie ich können mit (zugegeben) einer Spiegelreflexkamera im Automatikstatus solche Bilder machen. Und das nicht gelegentlich, sondern mindestens zweimal am Tag, wenn einem dieses Land wieder einmal seine Schönheit gnadenlos vor die Augen knallt. 

Doch Myanmar ist nicht nur einfach schön.

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Freitag
Nov292013

Der unglaubliche Streit in einem verrückten Flugzeug

Nachtrag: Die Geschichte ist erfunden. Nun kann man viel über Quellen und Glaubwürdigkeit diskutieren. In Social Media-Zeitalter aber riskiert jemand, der mehr oder weniger weltweit Menschen so täuscht seine Glaubwürdigkeit. Wenn Elan Gale künftig ein Anliegen hat oder tatsächlich Hilfe benötigt, wird er weniger oder gar nicht mehr gehört werden. Neu ist das nicht. Schließlich gibt es den alten Satz: “Wer zweimal lügt, dem glabut man nicht. 

OK, das nun folgende ist teilweise geschmacklos, unhöflich und aggressiv. Aber es zumindest ein bisschen lustig.

Wir befinden uns an Thanksgiving in einem Flugzeug von US Airways. An Bord befindet sich der TV-Produzent Elan Gale, unter anderem Herr über die amerikanische Ausgabe des “Bachelor”. Und dann ist da noch eine Dame, die sich sehr über die Verspätung aufregt.

Was dann passierte, hielt Gale live auf Twitter fest…

 

 

 

Montag
Okt212013

Köln Marathon: Schöner wird's nicht

Einst sagen Bap in ihrem Song “Met Wolke schwade” über Köln: Ming Stadt ess alt, dat heiß: nit häßlich,
nur jet zo plump jeschmink.”

Weder vor dem Start zum Köln Marathon wird dieser Song gespielt, noch höre ich ihn irgendwo am Rand der Strecke. Und doch spielt er die ganze Zeit in meinem Kopf, als ich durch die Domstadt renne. 

Dass ich hier laufe und nicht in Frankfurt oder München verdanke ich dem Hamburg Marathon-Team. Das hielt mir auf der Expo des Düsseldorfer Rennens einen Flyer entgegen und wollte mich für den Lauf werben, den ich ja gerade gelaufen war. Also mal nachfragen, welches Rennen mir die Profis denn für den Herbst empfehlen: Köln, Frankfurt oder München. Die Antwort kam wie aus der Startpistole geschossen - Köln. “Da ist definitiv die beste Stimmung!”

Also Köln. Ein Lauf, der auf dem absteigenden Ast war, denn er hatte sich vom Dom entfernt. Und für den Kölner ist der Dom unverzichtbar bei allem, was er tut, wenn er den Dom nicht sieht, dann leidet er, der Kölner. Folge: Prompt kehrt der Marathon wieder zurück in die klerikale Reichweite, schon steigt wieder die Teilnehmerzahl. “Der Dom ist das Ziel” ist denn auch der Slogan, mit dem geworben wird.

Organisatorisch läuft im Vorfeld alles glänzend. Online-Anmeldung, Startnummern-Abholung auf der wirklich großen Expo - problemlos. Von dort bringe ich auch noch eine kleine Entdeckung mit: Mule Bar sind Energieriegel mit Fair-Trade-Logo, die wirklich gut schmecken. Ein echter Herausforderer für meinen bisherigen Favoriten High5. Bemerkenswerterweise kommen beide Marken aus England - da legt man vielleicht mehr Wert auf Geschmack als in den USA. 

Der Start am Deutzer Bahnhof ist angenehm spät. Die Anfahrt ist problemlos, versucht man nicht mitten durch die Stadt zu fahren. Stattdessen die A3 bis Deutz, dann immer Richtung Lanxess Arena. Dort kostet das Parken 5,50 Euro für den Tag, ist aber wesentlich näher am Start und an der U-Bahn als die Gratis-Parkplätze.

Da vor dem Hauptereignis der Halbmarathon durch die Straßen rennt geht es erst um 11.30 los. Hinten im Startfeld, also da, wo ich stehe, ist die Stimmung weniger entspannt als in Hamburg. Die Blöcke sind recht voll, die Musik von der Bühne kommt nicht nur leise an. Erst als wir zur Startlinie geführt werden, wird es vorfreuiger, erregter, spannender - statt mit Bap oder den Hoehnern starten wir den Black Eyes Peas und “Tonight’s gonna be a good night”. Was dann wohl ironisch zu verstehen ist. 

Graue Wolken schieben über den Rhein, 11 bis 12 Grad.

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Donnerstag
Okt032013

(Ganz) Deutschland vegetarisch?

Vegetarismus ist das neue Golf. Also zumindest in unserem Freundeskreis.

So wie um die Nuller Jahre mit einem Mal viele Menschen um uns herum über Platzreife, VCG und Handicaps diskutierten, ergänzt um die unnötige Bemerkung “Ich spiel ja jetzt auch Golf”, so erklären derzeit eine ganze Reihe Bekannte “Ich bin ja jetzt auch Vegetarier.”  

Obwoh, so ganz stimmt das nicht. Sie gehen gleich noch einen Schritt weiter und konvertieren zum Veganismus (bei Damen scheinen Handtaschen bekannter Luxuslabel genauso ausgenommen wie bei Herren rahmengenähte Schuhe). 

Das ist ja auch gar nicht zu verurteilen, macht das soziale Leben aber nicht einfacher. Schließlich ist das Leben als Vegetarier in Deutschland nicht einfach: Im Ausland ist es für Restaurants alltäglicher, vegetarische Gerichte außerhalb von Salat oder Nudeln mit Pesto anzubieten. 

Tatsächlich ist Vegetarismus ein real existierender Trend, ausgelöst von immer schlimmeren Berichten über Massentierhaltung und auch durch das Buch “Tiere essen” von Jonathan Safran Foer

Da passt es in die Zeit, dass unser Allerliebsterlieblings-Ess-Autor ein Kochbuch mit vegetarischen Rezepten präsentiert: Stevan Paul. 

Koch hat er mal gelernt, heute ist der Foodstylist, Autor und der vielleicht bekannteste Food-Blogger der Nation dank Nutriculinary. Seine Kurzgeschichtenbände “Monsieur, der Hummer und ich” sowie “Schlaraffenland” haben wir ja schon bejubelt. Außerdem aber bastelt er Rezepte für das tollste aller deutschen Gourmet-Magazine, die “Efillee” (bitte abonnieren Sie das Blatt!) und veröffentlicht Kochbücher. 

Sein neuestes Werk: “Deutschland vegetarisch”. 

Bumm - Zeitgeist getroffen. 

Doch nicht nur das: ein schönes Buch ist es geworden, mit tollen Fotos und von guter Druckqualität. Wie immer quast Paul nicht lang bei den Erklärungen rum, die Anweisungen sind kurz und zackig. Schöne Idee: Die Rezepte sind nach fünf Jahreszeiten geordnet, die fünfte heißt “Jederzeit”. Gerade bei vegetarischen Gerichten ist eine saisonale Ausrichtung ja von Bedeutung. Also: empfehlenswert. 

Wie es sich für einen guten Autor gehört, ist Paul denn auch auf Lese-, besser: Kochreise. Das Vorlesen von Rezepten könnte zwar irgendwie lustig sein, aber der Koch bleibt bei seinen Töpfen und bereitet den Angereisten ein viergängiges Menü mit Erläuterungen. 

Wenn aber ein Blogger auf Lesereise geht, dann ist das auch ein wenig Klassentreffen. Und so stellt die beste aller Mitesserinen nach dem ersten Gang in der Kölner Kochschule Marieneck fest: “Ich hab noch nie so viele Kameras bei einem Essen gesehen.”

Stimmt. Cucina Piccina, Mizzis Küchenblog, Moey’s Kitchen, Chezuli, dazu Torsten Goffin von AllemAnfang als Verantwortlicher für Bier- und Weinbegleitung… Und fast alle sind mit Spiegelreflexen gekommen, manche gar mit unterschiedlichen Objektiven. Kaum beugt sich Stevan Paul über einen Topf, kaum richtet er an wirkt es, als verkünde Kate gerade, dass der nächste Thronfolger unterwegs sei. Wir kommen uns mit dem iPhone 5 dann doch etwas unterkameraisiert vor. 

Andererseits - so schlecht sieht das ja auch nicht aus, oder? 

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