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Über Go to Rio

GotoRio  ist die etwas andere Reiseseite im Internet. Sie steht für subjektive Eindrücke und Erlebnisse, und wir, die Autoren, stehen mit unserem Namen zu dem, was wir schreiben. Reisen, Restaurantbesuche, Shoppingtouren sind selbst bezahlt - denn wir sind nicht käuflich.

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Donnerstag
Feb202014

Tage in Myanmar: Bagan - wie im Science Fiction Film

Irgendwo müssen sie jetzt aufsteigen, die X-Wing-Fighter der Rebellen-Streitkräfte, sich auf den Weg ins All machen, den Todesstern zu bekämpfen. 

Nein. Quatsch. Das hier ist Myanmar und nicht “Krieg der Sterne”. Aber bei Sonnenuntergang, auf einem der Pagodendächer von Bagan, erinnert mich das Panorama so sehr an Yavin, den Planeten, von dem aus das Finale des allerersten “Star Wars”-Film eingeläutet wird.

Unwirklich ist es hier. Wie eine Hollywood-Kulisse. Hundert, und das ist keine Übertreibung, hunderte vor allem roter, aber auch weiter, grauer und goldener Spitzdächer erheben sich, erleuchtet von einer immer roter werdenden Sonne. Das kann nicht echt sein.

ist es aber. Bagan ist eine jener Absurditäten dieses wundervollen Landes.

Zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert entstanden hier 12.000 Tempel, Pagoden und Kultstätten – die genaue Zahl ist nirgends zu finden. In den 200 Jahren hat noch dazu eine erhebliche, architektonische Entwicklung stattgefunden. So gibt es den goldenen Kegel der Shwezigon-Pagode, die stilbildend gewesen sein soll für jene typische, myanmarische Stupa. Oder den weiß-goldenen Ananda-Tempel, der an indische Bauten erinnert. Eher klotzig und unelegant kommt der Dhammayangyi-Tempel daher. 

Die Vielfalt ist erschlagend. Kein Wunder, dass es unter Touristen angeblich die Begriffe “overpagodaed” und “templed out” geben soll. Denn die Bauten sind ja nicht nur von außen zu betrachten. Während die feuchte Dschungelluft dem kambodschanischen Gegenstück Angkor mächtig zusetzt, steht Bagan in einer trockenen Gegend, weshalb nicht nur die Bauten erheblich besser erhalten sind, sondern auch die ebenso vielfältigen Wandmalerein und Buddha-Staturen im Inneren.

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Mittwoch
Jan152014

Tage in Myanmar: Yangon und die unbeschreibliche Schönheit der Shwedagon

Nichts kann Sie auf diesen Moment vorbereiten. Kein Reiseführer, kein Bericht von Menschen, die Myanmar bereist haben, auch nicht dieser Text, den Sie gerade lesen. Nichts.

Sie werden den ersten Schritt auf das Plateau der Shwedagon Pagode zu Yangon machen und sprachlos sein ob dieser Schönheit. Vor ihnen erhebt sich ein hundert Meter hoher Goldkegel, davor ein breiter Rundgang, mit Marmor ausgelegt, umgeben von zahlreichen Andachtsstätten und Tempeln für die - wie überall in Myanmar - gilt: Gehen Sie davon aus, das was golden glänzt, auch Gold ist.

Die Shwedagon, die ihre heutigen Ausmaße 1774 erreicht, ist eines der schönsten Bauwerke, die wir besucht haben, sie steht auf einer Ebene mit dem Petersdom. Doch während der beeindrucken, ängstigen, einschüchtern soll, hat die Shwedagon eine beruhigende, glücklich machende Atmosphäre. St. Peter ist ein Museum der Vergänglichkeit, die Shwedagon ein Marktplatz zur Feier des Augenblicks. 

Hier wird nicht still gemurmelt, hier kann keine Stimme widerhallen. Touristen mischen sich mit Betenden, wer sein Gebet beendet hat, quatscht mit Freunden oder checkt die Nachrichten auf seinem Smartphone (dem wichtigsten Statussymbol in Myanmar). Gebet ist hier keine Separierung vom Leben, sondern ein Teil dessen. 

Die Menschen, die Farben - die Shwedagon ist ein überirdisch-fröhlicher Ort. Erst recht zu Sonnenaufgang (haben wir uns sagen lassen - früh aufstehen gehört nicht zu unseren Kernkompetenzen) und Sonnenuntergang (können wir nach zwei Besuchen bestätigen). Zu diesen Zeiten müssen Sie die Pagode gesehen haben: Die sich wandelnde Sonne macht die Shwedagon zu einer Leinwand des Lichts, unterstütz durch Lampen, die einerseits das Gold unterstützen, andererseits die myanmarische Liebe zu überbunten Lichterketten nicht verleugnen.

Tun Sie sich selbst den Gefallen und hetzen Sie nicht umher. Suchen Sie sich eine Treppenstufe und setzen Sie sich. Beobachten Sie. Einfach so. Es ist wundervoll und nichts könnte Sie auf dieses Land besser einstimmen. 

Es ist ja ohnehin unmöglich, jedes Detail dieser gewaltigen Anlage zu sehen. Erst recht ihren wertvollsten Teil:

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Dienstag
Jan072014

Tage in Myanmar: Wie alles beginnt und warum Myanmar Myanmar heißen muss

Welches ist das größte Land Südostasiens? 

OK, Sie haben die Überschrift des Artikels gelesen, deshalb ahnen Sie die Antwort: Myanmar.

Aber wären Sie ohne diese Hilfe drauf gekommen? 

Bevor wir unseren Urlaub im ehemaligen Burma planten, fragen sehr, sehr viele unserer Freunde Fragen wie “Wo ist denn das?” oder “Zu welchem Land gehört das?” Selbst die Medienpräsenz der Friedens-Nobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi hat die Nation in weiten Teilen der deutschen Bevölkerung nicht aus der Obskurität gestoßen.

In unserem Freundeskreis kannten wir ungefähr ein halbes Dutzend Menschen, die vor uns nach Myanmar gereist waren. Exakt genauso viele von ihnen sagen: Myanmar ist das schönste Land, durch das wir gereist sind. 

Die Latte lag also hoch, als wir uns Ende Novemberaufmachten. Und? Nun, wir sagen jetzt - das gleiche. Mehr noch: Dies war nicht nur der schönste Urlaub, den wir bisher verbrachten - mit weitem Abstand hat uns noch kein Land so begeistert, fasziniert, umgehauen, mitgenommen und sprachlos gemacht. 

Betrachten Sie einfach dieses Bild: 

Nein, das ist keine Computeranimation aus “Star Wars Episode VII”. Es zeigt einen kleinen Teil der Tempel- und Pagodendächer von Bagan bei Sonnenuntergang. Und, nein, hier hat niemand gephotoshopt. Selbst Fotodilettanten wie ich können mit (zugegeben) einer Spiegelreflexkamera im Automatikstatus solche Bilder machen. Und das nicht gelegentlich, sondern mindestens zweimal am Tag, wenn einem dieses Land wieder einmal seine Schönheit gnadenlos vor die Augen knallt. 

Doch Myanmar ist nicht nur einfach schön.

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Freitag
Nov292013

Der unglaubliche Streit in einem verrückten Flugzeug

Nachtrag: Die Geschichte ist erfunden. Nun kann man viel über Quellen und Glaubwürdigkeit diskutieren. In Social Media-Zeitalter aber riskiert jemand, der mehr oder weniger weltweit Menschen so täuscht seine Glaubwürdigkeit. Wenn Elan Gale künftig ein Anliegen hat oder tatsächlich Hilfe benötigt, wird er weniger oder gar nicht mehr gehört werden. Neu ist das nicht. Schließlich gibt es den alten Satz: “Wer zweimal lügt, dem glabut man nicht. 

OK, das nun folgende ist teilweise geschmacklos, unhöflich und aggressiv. Aber es zumindest ein bisschen lustig.

Wir befinden uns an Thanksgiving in einem Flugzeug von US Airways. An Bord befindet sich der TV-Produzent Elan Gale, unter anderem Herr über die amerikanische Ausgabe des “Bachelor”. Und dann ist da noch eine Dame, die sich sehr über die Verspätung aufregt.

Was dann passierte, hielt Gale live auf Twitter fest…

 

 

 

Montag
Okt212013

Köln Marathon: Schöner wird's nicht

Einst sagen Bap in ihrem Song “Met Wolke schwade” über Köln: Ming Stadt ess alt, dat heiß: nit häßlich,
nur jet zo plump jeschmink.”

Weder vor dem Start zum Köln Marathon wird dieser Song gespielt, noch höre ich ihn irgendwo am Rand der Strecke. Und doch spielt er die ganze Zeit in meinem Kopf, als ich durch die Domstadt renne. 

Dass ich hier laufe und nicht in Frankfurt oder München verdanke ich dem Hamburg Marathon-Team. Das hielt mir auf der Expo des Düsseldorfer Rennens einen Flyer entgegen und wollte mich für den Lauf werben, den ich ja gerade gelaufen war. Also mal nachfragen, welches Rennen mir die Profis denn für den Herbst empfehlen: Köln, Frankfurt oder München. Die Antwort kam wie aus der Startpistole geschossen - Köln. “Da ist definitiv die beste Stimmung!”

Also Köln. Ein Lauf, der auf dem absteigenden Ast war, denn er hatte sich vom Dom entfernt. Und für den Kölner ist der Dom unverzichtbar bei allem, was er tut, wenn er den Dom nicht sieht, dann leidet er, der Kölner. Folge: Prompt kehrt der Marathon wieder zurück in die klerikale Reichweite, schon steigt wieder die Teilnehmerzahl. “Der Dom ist das Ziel” ist denn auch der Slogan, mit dem geworben wird.

Organisatorisch läuft im Vorfeld alles glänzend. Online-Anmeldung, Startnummern-Abholung auf der wirklich großen Expo - problemlos. Von dort bringe ich auch noch eine kleine Entdeckung mit: Mule Bar sind Energieriegel mit Fair-Trade-Logo, die wirklich gut schmecken. Ein echter Herausforderer für meinen bisherigen Favoriten High5. Bemerkenswerterweise kommen beide Marken aus England - da legt man vielleicht mehr Wert auf Geschmack als in den USA. 

Der Start am Deutzer Bahnhof ist angenehm spät. Die Anfahrt ist problemlos, versucht man nicht mitten durch die Stadt zu fahren. Stattdessen die A3 bis Deutz, dann immer Richtung Lanxess Arena. Dort kostet das Parken 5,50 Euro für den Tag, ist aber wesentlich näher am Start und an der U-Bahn als die Gratis-Parkplätze.

Da vor dem Hauptereignis der Halbmarathon durch die Straßen rennt geht es erst um 11.30 los. Hinten im Startfeld, also da, wo ich stehe, ist die Stimmung weniger entspannt als in Hamburg. Die Blöcke sind recht voll, die Musik von der Bühne kommt nicht nur leise an. Erst als wir zur Startlinie geführt werden, wird es vorfreuiger, erregter, spannender - statt mit Bap oder den Hoehnern starten wir den Black Eyes Peas und “Tonight’s gonna be a good night”. Was dann wohl ironisch zu verstehen ist. 

Graue Wolken schieben über den Rhein, 11 bis 12 Grad.

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