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Donnerstag
Aug232012

Wie kommt man zum New York Marathon?

Der New York Marathon erlebt heute das, was man einen Shitstorm nennt: Die Wogen der Wut schlagen über den Veranstaltern zusammen - wobei sich dies noch in Grenzen hält, verglichen mit dem, was jüngst in Deutschland so los war. 

Über 800 Kommentare sind seit in den vergangenen 12 Stunden auf der Facebook-Seite des Laufs zusammengekommen, fast jeder davon ist negativ. Denn die Veranstalter haben heute verkündet, dass die Teilnehmer keinen Beutel mit persönlichen Gegenständen am Start abgeben können, der dann zum Ziel transportiert wird. Die Rückgabe habe in den vergangenen Jahren so lang gedauert, dass man besser dran sei, sich in die Wärmefolie und den Poncho zu hüllen - und sich auf den Heimweg zu machen. 

Angesichts der Tatsache, dass bei anderen, großen Marathons solch ein Taschentransport aber Alltag ist, wirkt der Ärger der erfahrenen Läufer verständlich. Äußerst peinlich war dann ein heute Nachmittag schnell anberaumter “Chat” mit dem zwei Offiziellen. Denn es war kein Chat: Sie beantworteten eine Handvoll der hunderten von Anfragen. 

Wir betrachten das mit distanziertem Interesse. Denn wir können ja nicht mal ahnen, wie wir uns am Ende des Laufs fühlen werden. Noch dazu haben wir ein Hotel am Central Park, dem Ziel, erwischt - wir haben es also nicht weit. Aber so langsam steigt auch bei uns die Nervosität - noch zehn Wochen bis zum Lauf sind es. 

Erzählen wir Freunden von unserem ersten Marathon kommt schnell eine Frage auf: Wie kommt man da eigentlich hin? Viele wissen, dass man sich auch als Hobbyläufer über eine gute Zeit bei einem anderen Lauf bewerben kann - aber das können wir ja nicht vorweisen.

Die Antwort ist schöde: Man bucht eine Reise. Praktisch alle Marathons sind tourismusfördernde Maßnahmen und die Starter einfach Touristen, die ein wenig anders die Stadt durchqueren, weshalb man ihnen einen Tag lang ein Sonderwegerecht gewährt. 

Und so gibt es Reiseveranstalter, die als zugelassene Organisatoren über ein Startkontingent verfügen. Das verkaufen sie dann mit einem ordentlichen Aufschlag gegenüber regulären Reisen - wir tippen auf einen Plus von 100 Prozent. DER Tours ist für den New York Marathon der größte deutsche Veranstalter. Nicht ganz klar ist uns, in wie weit DER dann wieder andere Veranstalter beteiligt. 

Unsere erste Buchungsanfrage bei diesem Veranstalter verlief aber eher unschön. Die E-Mail-Anfrage wurde schlampig beantwortet, unsere Bitte nach Hotelvorschlägen für einen Anschlussurlaub in Miami wurde mit der Frage beantwortet, in welches Hotel wir denn wollten. 

Wesentlich freundlicher gestaltete sich der Kontakt zu Interair. Die Hessen sind auf Sport- und Incentivereisen spezialisiert und man hat den Eindruck, sie wissen, was sie tun. Sehr schön zum Beispiel in der vergangenen Woche das Eintreffen einer E-Mail mit persönlicher Anrede und Hinweisen für das Rennen in der das Eintreffen eines Reiseführers per Post angekündigt wird - der Brief trifft am gleichen Tag ein. 

Mit dem Katalog von Interair öffnete sich dann auch eine Reisewelt, die Nicht-Läufer kaum kennenlernen dürften. Reisen zu 15 Marathons stehen allein bis April auf dem Programm, von Berlin bis Honolulu, von Florenz bis London. 

Ein paar der Läufe klingen dann so schräg, dass man sie für einen Witz hält. Der Walt Disney World Marathon, zum Beispiel, der tatsächlich durch den Vergnügungspark führt. Hoffentlich gibt es kein Preisgeld, sonst steht irgendwo Dagobert Duck und stellt einem ein Bein. Oder der Antarktis Marathon. Anscheinend braucht man aber keine Spikes, der Lauf findet auf eisfreiem Gebiet statt. 

Ob wir überhaupt einen zweiten Marathon laufen, wissen wir ja nicht. Ein Lauf allerdings, der klingt sehr, sehr reizvoll: der Medoc Marathon. Sein Reiz liegt an den Versorgungsstationen: Dort gibt es Austern und Wein. Eigentlich also nutzen die Franzosen sogar den Marathon um sich gepflegt einen hinter die Binde zu gießen - das klingt nach einem Lauf für uns. 

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