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Juist, das ist ein Outdoor-Spa

Im September an die Nordsee? Da wird der Koffer schon mal dicker gepackt! Denn vorhersehbar ist auf den ostfriesischen Inseln nur der Tidenhub - aber nicht das Wetter.

Juist weiß das. Und bietet viele Unterschlupfmöglichkeiten bei Sturm und Regen.

Bei Sonne muss die Natur herhalten, und das ist wohl das Geheimnis der Insel. Pulverfeiner Sandstrand, immer eine leichte Brise und stetig frische Luft – allein diese Kombination liest sich erholsam.

Aber der wahre Luxus-Faktor ist „Ruhe&Gelassenheit“. Juist ist autofrei. Die Pferdekutschen sorgen für gedrosselte Geschwindigkeit und versorgen trotzdem alle Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen und die Insulaner mit allem notwendigen und nicht notwendigem.

Juist wird nur von einer Fähre angefahren wenn Hochwasser ist. Die Fahrrinne könnte man wie in Norderney, der Nachbarinseln, vertiefen. Aber warum sollte man?

Am Hafen stehen Bollerwagen der Pensionen bereit. Bitte selber bedienen! Alles ist auf der Insel in Gehweite.

Nun aber zu  den Möglichkeiten bei Sturm und Regen:

1) Behandlungen!
In allen Hotels gibt es aufwendige Massagebehandlungen von Kopf bis Fuß. Die Facial Mud Mask auf dem Gesicht ähnelt sehr dem Watt unter den Füßen. Hmmmm.

2) Essen!
„Auster“, „Baumann’s“, „Valentino“, und zwischendurch “dat Lüttje Teehuus” und das “Künstler Café”. Das sind wichtige kulinarische Ziele. Highlight, da ideale Location, ist die „Strandburg“ auf der Deichkrone zwischen Kurhaus und Schwimmbad.

3) Bewegen!
Das ist auf einer Insel ohne Autos nur mit Fahrrad oder Füssen durchzuführen. Immer, immer, ja leider immer geht man gegen den Wind. Salzpeeling für das Gesicht inklusiv. Juist hat keine Hochhäuser wie auf Norderney oder auch Sylt bauen lassen. Das Dorf-Flair sieht man bei Spaziergängen und schätzt den Naturpark Watt auf der Insel.

4) Shoppen!
Ja, das klappt hier auch gut. Die Zielgruppe der Juister Boutiquen sind die markenhungrigen Festländer mit doppeltem Einkommen und 1-2 blonden Kindern, ebenfalls in Markenklamotten – auch wenn es denen egal ist.

Juist wird nie aus der Mode kommen, denn es war auch nie in Mode. Hier fahren Familien seit Generationen hin. Auch meist mit Generationen im Gepäck! Und alle kommen auf ihre Kosten, denn eine völlige Entschleunigung ist hier garantiert. Juist, das ist ein Outdoor-Spa.

Gotorio-Gastautorin Katrin Weber arbeitet in der Content-Vermarktung der Verlagsgruppe Handelsblatt. Für uns schrieb sie schon über London, Rügen und die Costa de la Luz.

 

Posted on Montag, September 28, 2009 by Registered CommenterGastautor in , , , , , , | Comments2 Comments

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Reader Comments (2)

... uns schon bin ich Juist Fan ....

September 29, 2009 | Unregistered Commenterthomas

Nordsee im Herbst - herrlich! Juist ist wunderschön, auf Langeoog habe ich schon vor Jahrzehnten mein Herz verloren, aktuell waren wir letzte Woche in Zeeland und haben uns fast einen Sonnenbrand geholt, so herrlich war das Wetter!

Schöner Bericht!

September 30, 2009 | Unregistered CommenterArthurs Tochter

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