« "Noma", Kopenhagen: Unsere neue Nummer eins | Main | Gotorio bei der Deutschen Welle »

Weinrallye #23: Winzerinnen-Weine

Da sitzt man nun und tippt. Ein Beitrag für die Weinrallye soll es werden, jener Gemeinschaftsaktion von Weinblogs, an denen diese an einem Tag über das gleiche Thema schreiben. Diesmal hat das Weingut Lisson eingeladen, Thema: Winzerinnen-Weine.

So fing ich an zu schreiben, über jene Weinmacherin, die wir bei der Arbeit beobachteten, zumindest für ein paar Minuten. Und dann fällt mir ein: Moment mal… Weinrallye und das Weingut Simonsig - das war doch was…

Stimmt. Wir hatten für die Ausgabe 15 schon einmal eine Flasche des südafrikanischen Gutes getestet.
Also doch ein anderer Wein? Quatsch. Qualität gehört gewürdigt.

Debbie Burden also heißt jene Dame rechts im Bild, die wir ein paar Minuten im Rahmen einer Führung sahen. 2005 wurde sie zur südafrikanischen Weinmacherin des Jahres gekürt, ein Jahr später erklärte sie der Wine-of-the-Month-Club zum geschlechtsneutralen Weinmacher 2006.

Burden arbeitet bei Simonsig im Herzen des Weingebietes nahe Kapstadt. Wer dort hinfährt, kommt wegen des Weins - oder des Champagners, denn bei Simonsig entsteht der Kapse Vonkel, Südafrikas Lieblingsschampus.

Das Gut selbst aber ist unauffällig. Hier gibt es keinen hübschen Picknick-Platz und keine strahlend weißen Gebäude im Kap-Stil. Allein ein Traubengarten, in dem man probieren kann, wie die Chenins oder Cabernets schmecken, bevor sie zermalmt wird, ist eine Referenz an den Tourismus.

Nein, bei Simonsig wird gearbeitet. Und das gut so. Dabei steht Burden bei der Außendarstellung im Hintergrund. Die Besitzerfamilie Malans gibt den Ton an, drei Brüder sind die Chefs. Einer von ihnen, Johan, zeichnet ebenfalls als Vinemaker. Wie er und Burden sich die Arbeit teilen, ist eine Frage, die wir nicht beantworten konnten. Bei unserer Führung, jedenfalls, wurde Burden als jene genannt, die in Geschmacksfragen den Ton angibt.

Heraus kommen aber eher männliche Weine. Die weißen haben es uns nicht so angetan. Eher schon der Champagner - hervorragend. Die Roten aber sind kräftige Uuumpffff-Tropfen. Zum Beispiel der Vorzeige-Pinotage “Redhill, den wir für die Weinrallye #15 tranken. Oder die Cuvées wie “Frans Malans” oder “Tiara”. Letztere zeichnen sich aus durch viel reife Früchte, viel gut eingebundene Tannine, Vanilletöne und Gewürze.

Die südafrikanische Weinbibel “Platter” meint, vor allem der “Tiara” werde noch einige Jahre brauchen bis er seine vollen Möglichkeiten entfaltet. Weshalb sechs Flaschen von ihm in unserem Keller warten. Und wir warten auch. Und das fällt bei der Qualität der Simonsig Weine schwer. Verdammt schwer.

 

Posted on Sonntag, Mai 17, 2009 by Registered CommenterThomas Knüwer in , , , , , | Comments1 Comment

PrintView Printer Friendly Version

Reader Comments (1)

Macht Lust auf Weine aus Südafrika. Schöner Betrag zur Weinrallye!
Gruß Ben

Juni 3, 2009 | Unregistered CommenterBen

PostPost a New Comment

Enter your information below to add a new comment.

My response is on my own website »
Author Email (optional):
Author URL (optional):
Post:
 
Some HTML allowed: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <code> <em> <i> <strike> <strong>