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Das Ergrünen McDonald's

Sehen Sie sich das hier mal an:

 

Sieht das noch nach Burger-Bude aus? Nach McDonald’s?

Eben.

Man darf ein wenig beeindruckt sein vom Wandel der Marke, betritt man das neue Flaggschiff-Lokal im Münchener Flughafen. Das ist verdammt cool designt. Geschwungene Stühle, Schokobraun mischt sich mit Weiß, Leder mit Holz und Schmuckelementen. Der Relaunch der Marke, der Wechsel von Rot auf Grün als bestimmende Farbe neben Gelb - das scheint gelungen.

Gut, bei den Texten an der Wand ist irgendjemand der Floskelhengst durchgegangen. “Das Wohlergehen der Tiere wird bei McDonald’s groß geschrieben” - na “Das wohlergehen” wäre ja auch falsch. “Die Salate wachsen auf dem Feld - nach der Ernte werden sie sorgfältig geschnitten und gewaschen.” Ich dachte sie wachsen in der Kanalisation und nach der Ernte machen sie ne Nacht durch, ziehen sich ne  Wurzel Koks und kommen zu spät zur Arbeit.

Aber egal: Das hat nicht mehr viel zu tun mit dem rot-gelben Plastik, das McDonald’s in meiner Jugend prägte. Und noch etwas ist neu.

Es gibt Schnellorder-Terminals, an denen der Kunde auf einem Touchscreen seine Bestellung eingibt - und sie dann unter Umgehung der Schlange abholt. Das ist ein Verlust für die Menschlichkeit - und ein Gewinn für die Effizienz. Denn seien wir ehrlich: Mit Schnellrestaurant hatte McDonald’s oft nur noch etwas gemein, wenn nichts los war.

Das Essen wir dadurch nicht besser - noch immer hat Burger King die besseren Burger. Weshalb das neue McDonald’s am Münchener Airport ein Gewinn für die Marke ist - aber ein Verlust für den Standort.

 

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Reader Comments (1)

Apropos grün. Am Wochenende habe ich Biathlon im TV gesehen und konnte mir das Lachen nicht verkneifen als ich das neue Erdgas-Logo sah. Vorher war es gelb und sollte wohl Wärme ausstrahlen. Jetzt ist es grün und die meinen wahrscheinlich, dass dadurch aus Erdgas plötzlich eine regenerative Energieform wird.

Dezember 8, 2009 | Unregistered CommenterStoiBär

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