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"The Vine Hotel", Funchal: Ekstase auf Madeira

Noch 70 Tage. Dann - bumm! Jahreswechsel. 2010.

Stellt sich die Frage: Gibt es eine Alternative zu fettspritzendem Fleischfondue im kleinen Freundeskreis oder zu zwangsbeglücktem Fetenzauber im Schein der Discokugel?

Für Menschen, die sich gerne an den Schönheiten der Natur erfreuen, aber auch allen anderen sinnlichen Genüssen aufgeschlossen sind, lautet die Antwort ganz klar: JA!

Nur sputen sollte man sich ein bisschen. Denn die Reise geht nach Madeira, und die 60 mal 20 Kilometer große Insel im Atlantik ist ein beliebtes Reiseziel an Weihnachten und Silvester. Die Hauptstadt von Madeira, Funchal, ist von vielen deutschen Flughäfen aus in rund vier Stunden zu erreichen. Die Gegend rund um Funchal ist jedoch sehr zersiedelt und deshalb sei jedem, der nicht nur für das Silvesterfeuerwerk nach Madeira kommt, empfohlen mit dem Mietwagen schnellstens gen Westen zu entschwinden. Die EU hat viel Geld in den Ausbau der Infrastruktur gesteckt. Daher sollte man die Gelegenheit ruhig nutzen und sich an den gut ausgebauten Strassen und Tunneln erfreuen, für die man als großzügiger EU-Bürger ja auch den ein oder anderen Euro unfreiwillig beigesteuert hat – im wahrsten Sinne des Wortes!

Der Westen der Insel hat den Vorzug, dass es dort um einiges ruhiger und beschaulicher zugeht. Ein Ziel könnte zum Beispiel Ponta del Sol sein, vom Flughafen aus bequem in 45 Minuten zu erreichen. Das Örtchen liegt eingebettet zwischen dem Meer und einem mächtigen Felsen. Auf diesem thront das “Estalagem da Ponta do Sol” - ein Hotel, das die Herzen von Designliebhabern höher schlagen lässt. Erreicht wird die Anlage über einen von Beton ummantelten Außenaufzug. Oben angekommen, taucht man ein in ein gelungenes Zusammenspiel von alter und moderner Architektur, die voll ist von ungewöhnlichen Blickwinkeln auf die Gebäude, das zu den Füßen liegende Meer und den Ort.

Noch ein weiterer Vorzug spricht für Ponta del Sol als Urlaubsstandort: die verkehrsgünstige Lage an der Ost-West- und Nord-Süd-Achse der Insel. Von hier aus lassen sich die zahlreichen Wanderwege auf der Hochebene ebenso gut erreichen wie die Nordküste von Madeira. Deren Highlight – ein von der Natur geschaffenes Vulkanfreibad – sorgt bei stürmischer See für ein wenig Nervenkitzel und viel nasse Kleidung.

Es gibt jedoch einen Tag im Jahr, an dem man sein Quartier unbedingt im Herzen von Funchal aufschlagen sollte: den 31. Dezember. Dann legen den ganzen Tag über die großen Kreuzfahrtschiffe im Hafen an, um Zeuge des spektakulären Silvesterfeuerwerks zu werden. Inszeniert wird das Jahresabschluss-Spektakel vom Sieger des jährlichen Feuerwerkwettbewerbs.

Ein idealer Ort, um mittendrin und trotzdem abseits der Massen zu sein, ist die Dachterrasse des “The Vine Hotel”. Das im November 2008 eröffnete Designhotel ist ein architektonisches Augenschmankerl.

Die Terrasse bietet neben Pool, Restaurant und Bar auch einen freien Blick auf die Hügel rund um Funchal, von denen aus an über 50 Stellen gleichzeitig um Mitternacht die Raketen in den Himmel geschossen werden. Mit dem vom Hotel gesponserten Glas Champagner in der Hand kann man sich so ganz stilgerecht dem Zauber des Farben- und Formenrausches hingeben und auf ein glücklichen neues Jahr anstoßen.

Gastautorin Karin Mlaker ist Chef-Kommunikatorin bei DHL. Für Gotorio schrieb sie schon über die Sporaden und China. Die großartigen Fotos steuerte Frank Helbig bei.


Posted on Mittwoch, Oktober 21, 2009 by Registered CommenterGastautor in , , , , , | Comments4 Comments

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Reader Comments (4)

Lassen Sie mich raten: Sie lesen gerade den neuen Brenner? (Die Einstiegszeile bringt mich drauf.)

Oktober 22, 2009 | Unregistered Commenterkaltmamsell

Muss gestehen, als Österreicherin kenne ich nur DEN Brenner zwischen Österreich und Italien. Wer ist DER Brenner? Hört sich nach einem guten Buchtipp an.

Oktober 22, 2009 | Unregistered CommenterKarin Mlaker

Der Österreicher Wolf Haas hat eine Romanfigur namens Brenner erfunden, eben ist der jüngste Band erschienen. Die Romane, in denen dieser Brenner spielt, zeichnen sich durch einen Sprachstil aus, den man automatisch beim Schreiben darüber imitiert - wie hier Bloggerin isabo: http://xrays.antville.org/stories/1754670/

Wenn aber Sie als Österreicherin ohne Brenner-Kenntnis auch so schreiben, dann ist der Stil vielleicht gar keine Erfindung des Wolf Haas - sondern Österreichisch!

Oktober 23, 2009 | Unregistered Commenterkaltmamsell

Hmm, ich bin anscheinend schon zu lange aus Österreich fort! Danke für den Tipp.
Aber vielleicht hat Thomas Knüwer DEN Brenner gelesen, denn er war so frei, den Einstieg meines Artikels ein wenig zu modifizieren. Thomas? Steckt vielleicht in Dir ein wenig österreichisches Blut? Das würde dann auch die Liebe zur Sachertorte erklären.

Oktober 24, 2009 | Unregistered CommenterKarin Mlaker

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