Willkommen in Düsseldorf, Bobotie
Vielleicht sollten wir doch häufiger pseudojournalistische Postillen wie den “Prinz” lesen. Dann hätten wir vielleicht schon früher, im September, die freudige Kunde erhalten: das “Bobotie” hat jetzt einen Ableger in Düsseldorf!
Seit über zwei Jahren schwärmen wir vom Kölner Ur-Haus, der besten uns bekannten Vertretung südafrikanischer Küche in Deutschland. Und nun müssen wir nicht mehr nach Kölle - sondern nur noch nach Bilk, in die Brunnenstraße.

Das Konzept ist deckungsgleich. Dunkle, wohlige Atmosphäre (allerdings zu dunkel zum fotografieren) und ein Barbereich empfangen den Gast. Auf Reservierungen, übrigens, wird Wert gelegt. Und sie scheinen auch in D-dorf nötig: An einem Donnerstag Abend ist jeder Tisch im “Bobotie” belegt.
Die Karte hat sich seit unserem letzten Besuch in Köln erweitert. Immer noch aber gibt es wunderbare Kreationen wie Straußenfilet mit Roibos-Feigen-Sauce, die leckere Boerworst (eine südafrikanische Variante der Bratwurst oder Sosaties (Hähnchenstücke am Spieß mit Aprikosen). Und - HURRA! - es gibt auch Kingclip, unseren Lieblingsfisch weltweit. Der Service ist aufmerksam und höchst freundlich, die Weinkarte hat sich deutlich erweitert und enthält zum Beispiel den leckeren Chardonnay/Pinot Noir von Haute Cabriere. Die Preise angemessen: Für zwei Personen zahlen wir für je zwei Gänge und eine Flasche Wein 86 Euro.
Ist es Düsseldorfer Snobismus, dass uns der Bilker Ableger noch ein wenig besser gefällt, als das Stammhaus? Vielleicht. Sicher aber ist: Diese große Bereicherung der Landeshauptstadt-Gastronomie ist ab jetzt eines unserer Lieblingsrestaurants an der Düssel. Urteil: Hingehen!
Bobotie
Brunnenstraße 43
40223 Düsseldorf (Bilk)
Tel.: (0211) 1372 25 25

Reader Comments (3)
Wird noch in den nächsten zwei Wochen ausprobiert!
Südafrikansiche Gerichte wollte ich schon immer mal ausprobieren.Und ich freue mich sehr, dass es das Bobotie jetzt auch in Düsseldorf gibt!!
Wir haben gestern Abend das Bobotie ausprobiert!
Der erste Eindruck war sehr schön, südafrikanisch. Das Lokal war sehr gut besetzt, nur ein weiterer Tisch war noch frei. Alles so wie uns von mehreren Seiten angekündigt. Nach einiger Zeit erhielten wir die Speisekarte und versuchten gleich mal einen Cocktail zu bestellen, da wir noch auf unsere Mitesser warteten. Da die Bedienung den nachgefragten Cocktail und auch andere Cacktails nicht kannte, beschränkten wir unsere Bestellung auf ein Wasser und die Weinkarte. Schnell war von der Weinkarte dann ein Wein gefunden. Dieser war aber ausgetrunken, daher einfach einen anderen bestellt und dabei gleich nochmal an unser Wasser erinnert. Nach einiger Zeit wurde unsere Essenbestellung mit der Erinnerung an unser Wasser und den Wein aufgegeben. Der bestellte Vorspeisenteler kam relativ schnell, zusammen mit dem Wasser und dem Wein. Jetzt konnte es also losgehen! Die gebackenen Süßkartoffeln und die Teigtaschen schmeckten gut. Nach weiteren 30 Minuten und gesteigertem Hungergefühl sahen wir, dass am Nachbartisch Brot gebracht wurde. Unserer Bitte, auch etwas Brot zu bekommen, wurde schnell nachgekommen. Wir warteten dann noch weitere 60 Minuten auf unsere Hauptspeisen.
Wie war die Qualität? Na -- dafür hätten wir nicht so lange warten müssen, aber das wussten wir ja vorher nicht.
Das bestellte Lamm war vereinzelt auf dem Teller zu finden, das Straußenfilet war lange über die Steppe gerannt und ist quasi ungewürzt auf den Teller gelangt. Der von uns so sehr geliebte Kingklip war einfaltslos, aber das Hähnchen war ganz o.k..
Unsere Resume: Es war bestimmt ein rabenschwarzer Tag im Service und vom Essen haben wir einfach mehr erwartet. Zur gesamten Abrundung stand auf der Rechnung neben unseren beiden getrunkenen Flaschen Rotwein auch die bestellte, aber nicht gelieferte Flasche.
Also,unser nächstes afrikanisches Essen findet wieder im südlichen Afrika statt.