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Wie komme ich an WM- und EM-Tickets?

“Wie bist Du denn schon wieder an die Karten gekommen?”, fragte mich heute, am ersten Tag nach dem Kurzurlaub, eine fußballfreundliche Kollegin. Ein saumäßiges Glück müsse ich doch haben, schließlich sah ich 2006 gleich sieben Spiele der Fußball-WM im Stadion. Und nun hatte ich zwei Karten für das Viertelfinale zwischen Kroatien und der Türkei in Wien erhalten. Auf ganz normalem Weg, ohne Einladung und Schwarzmarkt, im Rahmen der ersten Auslosung.

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Ja, es kann sein, dass ich ein Glückskind bin. Kann aber auch sein, dass meine Theorie richtig ist, die ich mir im Vorfeld der WM 2006 zurecht gelegt habe. Wie gesagt: Sieben Spiele hat sie mir gebracht, wenn auch unter vier Namen, die ich bei Müttern und Freunden eingesammelt habe. Diese Namensherumtuerei inklusive der angeblichen Pflicht, Tickets umzumelden, haben sich die Östtereicher und Schweizer gespart. Ich gehe fest davon aus, dass diese unsägliche und -sinnige Praxis damit auch einmalig war.

Mein Vorgehen also sieht so aus:

P1000557.JPG1. Gleich in der ersten Phase der Ticketvergabe dabei sein: Dann steht zwar noch nicht fest, wer spielt - aber ich will einfach dabei sein. Außerdem dürften viele aus dem Ausland noch zögern, solang ihre Mannschaft nicht qualifiziert ist.

2. Große Stadien und - sofern vorhanden - Ballungsräume bevorzugen:  Je größer das Stadion, desto höher die Chance auf Karten. Ob das stimmt, weiß ich nicht. Aber bei der WM habe ich eben vor allem Karten für Dortmund und Schalke bekommen. Liegen mehrere Stadien nah beieinander verteilt sich die Zahl der lokalen Kartenbesteller besser. Bei der EM habe ich mich nur für Wien und Zürich beworben.

3. Teure oder zweitteuerste Kategorie nehmen:  Teure Karten sind Luxus und Luxus kann sich nicht jeder leisten. Da die Wahrscheinlichkeit, für mehrere Spiele Tickets zu bekommen, gering ist, kann man lieber mal 50 Euro mehr ausgeben.

4. Auswahlmöglichkeiten nutzen:  Wird gefragt, ob man neben der angegebenen Kategorie auch höhere oder niedrigere annehmen würde, sollte man dies unbedingt tun. 

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5. Team-Tickets meiden:  Natürlich wäre es schön, die deutsche oder englische Mannschaft das Turnier über zu begleiten. Aber das ist ein schlecht planbares und teures Spielchen. Ich lasse davon lieber die Finger.

Sollte es dann immer noch nicht geklappt haben, geht auf dem Schwarzmarkt immer noch was. Dabei sollte man sich nicht zu kirre machen lassen von Uefa und Fifa. Wenn man weiß, wie die Eintrittskarten aussehen, kann man Fälschungen erkennen. Portale wie Seatwave sorgen außerdem für eine sichere Abwicklung. Auch vor den Stadien geht durchaus was. Vor dem Spiel in Wien, beispielsweise, wurden reichlich Tickets angeboten. Und ich vermute: Wenige Minuten vor dem Anpfiff kosteten die nicht mehr als den aufgedruckten Preis. 

Posted on Dienstag, Juni 24, 2008 by Registered CommenterThomas Knüwer in | Comments1 Comment

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Reader Comments (1)

5. Team-Tickets meiden

Und trotzdem hättest Du beinahe ein Viertelfinale mit deutscher Beteiligung gesehen.

Juni 26, 2008 | Unregistered CommenterLukas

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