Costa de la Luz: Sonne im Dezember
Es gibt Menschen, die behaupten, Juist hätte den feinsten Sand auf Erden. Sie irren. Oder sie waren noch nicht zwischen Cadiz und Novo Sancti Petri an der Costa de la Luz, der Küste des Lichts.
Hier gibt es auch im Dezember noch Nordsee-Feeling: Dünenlandschaft bis zum Hotel hin, salzige Luft, Brandung und traumhafte Sonnenuntergänge. Bei nur 2 geschossiger Bebauung sieht man vom kilometerlangen Strand die Hotelanlagen kaum. Und: keine Kur-Taxe, kein Gosch, aber schöne Holzsteege durch den Sand.
Es ist fast noch schöner als an der Nordsee. Und die Anreise dauert nicht länger. Gegen Ende des Jahres sind die Orte wunderbar touristenfrei, auch wenn der Ortsname Novo Sancti Petri “Neu-Sankt-Petersburg” bedeutet und somit ein Zeichen von Massen-Russentourismus sein könnte. Von wegen! Hier urlauben sogar Spanier zu der Jahreszeit. (Zu Weihnachten fallen die Touristen allerdings wieder ein.)
Wir übernachteten im Hipotel Barrosa Palace, wo das Essen so grandios und so lecker war, dass wir trotz Magen-Darm Virus wie Bullimie-Kranke gegessen haben. Der Virus hat sich gefreut – uns hat es geschmeckt und der Arzt schüttelte nur den Kopf.
Der große Vorteil dieser Reise: trotz Pauschalbuchung und gefürchtetem Massenandrang, sind die Anlagen im Dezember leer, der Service aber umfassend gut. Die meisten Geschäfte haben größtenteils geöffnet. Wer sich umtun möchte, sollte unbedingt das “HOLA”–Magazin (spanisch) oder “OK!” (englisch) kaufen.
Mit dem Flieger erreicht man die Küste über Jerez de la Frontera (ja, hier trainieren sehr gut hörbar die Formel-1-Boliden auch im Dezember). Automietung ist übrigens Pflicht! Denn die Umgebung ist sehenswert.
Cadiz als nächste grosse Stadt ist einfach nur schön, nicht überragend toll, aber hat mit dem feindsandigen Victoria-Beach einen beneidenswert grossen Sandspielplatz direkt an der Promenade.
Und das muss man gesehen haben: Gibraltar! Auf der Fahrt dorthin prahlt ein trotziges Andalusien-Symbol nach dem anderen auf den Bergen; der schwarze Stier. Die Erde ist trocken, die Weine sind es bestimmt ebenso. Und dann endlich wartet man in der Einfahrt nach Britisch-Gibraltar auf Insel-Kultur. Und “oh Lord” - die bekommt man auch direkt: die einzige Zufahrtstrasse zu der Insel führt quer über die Start- und Landebahn des Flughafens Gibraltars. Ja, die Engländer ignorieren die EU an dieser Stelle wiederholt und möchten von London direkt nach Gibraltar quasi national fliegen.
Die Stadt Gibraltar ähnelt Monaco: eng am Felsen bebaut, umrahmt von unzähligen dicken Tankern auf der See. Ich deklariere mal Gibraltar als absolut uninteressante Touristenstadt. Enge Strassen, kaum Parkplätze und viele Engländer mit Militär-Background (geringer Bildungsgrad - wenig Geld). Wir fuhren in einem Satz auf die Insel und von der Insel runter, ohne Anzuhalten, denn es gab ein paar Tage vor Weihnachten viel Verkehr und noch weniger Parkplätze. Schade, ein Besuch bei Marks & Spencer’s wäre schön gewesen.
Die Strassen auf Gibraltar sind so nahe an den Kindergärten und Schulen gebaut, dass man im Stau auch schon die eine oder andere Weihnachtsfeier in Schuluniformen quasi hautnah miterlebt. Niedlich!
Die letzte und erste Tankstelle unbedingt nutzen für Cadbury’s-Einkäufe oder “OK! Magazine”.
Nach Verlassen der Insel (Paßkontrolle), fährt man direkt auf einen “McDonald’s” und einen funky Diner im Wohnwagen-Stil zu. Lieber den McDonald’s wählen, der Diner hätte keinen Besuch des Gesundheitsamtes überlebt. Aber hier sind wir ja wieder in Spanien.
Und hier noch ein paar Hinweise einer Kleinfamilie für den Urlaub:
- Spanier sind kinderlieb.
- In Städten kann man überall gut in modernen Tiefgaragen parken, mit Aufzug für Kinderwagen.
- Schuhkauf für alle ist Pflicht - spanische Schuhe haben italienischen längst den Rang abgelaufen.
- Ärztliche Versorgung ist top, meist auch deutschsprachig.
- Auf der Rückreise alles Wertvolle aus den Koffern nehmen – lieber die Videokamera und die Sonnenbrille ins Handgepäck legen – ist sonst weg. Alles.
Gastautorin Katrin Weber arbeitet in der Inhaltevermarktung der Verlagsgruppe Handelsblatt. Für Gotorio listete sie bereits 10 Gründe auf, nach London zu reisen.


Reader Comments (3)
Ein großes Lob an die Gastautorin Katrin Weber, die würde ich nicht mehr als Gast ansehen sondern schon als Author. Ich hoffe nur das Sie die Reise selbst erlebt hat, da auch die Fotos in der Reportage der reinste Hochglanz sind. Auch wenn ich mich wiederhole toller Reisebericht, freue mich jetzt schon auf den nächsten. Gruß Gastposter Hans Gerhardt
Hallo Herr Hans Gerhardt,
leider muß ich Ihre Vermutung bestätigen. Schade, dass diese Reportage von einem anderen Reisemagazin abgeschrieben (kopiert) wurde. Die echte Autorin des Reiseberichtes "Costa de la Luz" ist Frau Carola Klum und nicht die sogenannte Gastautorin Katrin Weber. So kann man mit copy + paste einen guten Text gratis bekommen und ins Netz stellen. Ich bin mal gespannt, ob die echte Autorin davon unterrichtet wurde. Weiters würde ich gerne wissen, was die Seitenbetreiber dazu sagen. Ich werde nun alle Reportagen auf diesen Seiten checken ...
Dies bestreiten wir heftigst. Der Text wie die Bilder stammen von Frau Weber. Die Kopie sehen sie auf der offensichtlich unseriösen Seite Reisenist.net. Deren Betreiber präsentiert sich auf einer anderen Seite als offensichtlich Geistesgestörter. Zu seinem Reich zählen zahlreiche Seiten, die aus zusammenkopierten Inhalten bestehen.
Die Art und Weise, wie er sich selbst als Clown darstellt ist so traurig, dass logische rechtliche Schritte nur gegen ein armes, gestörtes Wesen gerichtet wären. Weshalb wir sie unterlassen.