Sehnsuchtsorte: heute Sansibar
Wer kennt solche Orte nicht: Sehnsuchtsorte. Länder, Städte, Plätze, Gegenden, in denen man noch nie war. Von denen man träumen kann, die ein Versprechen im Namen tragen. Einer dieser Orte ist Sansibar. Und ich meine jetzt nicht die Sansibar auf Sylt (auf die kommen wir zwar auch noch zu sprechen…), sondern die Inselgruppe Zanzibar vor der Ostküste Afrikas.
Ich war noch nie da. Obwohl ich es seit 25 Jahren vor habe! Denn genauso lange ist es her, dass wir in der Schule ‘Sansibar oder der letzte Grund’ gelesen haben. Das Buch von Alfred Andersch spielt nicht in Afrika. Sansibar kommt praktisch gar nicht vor; ist nur der fiktive Fluchtpunkt eines Schiffsjungen.
Damals, im langweiligen Deutschunterricht, da hab ich mir ausgemalt, wie weit es wohl weg ist und wie es wohl sein könnte, dieses ferne, geheimnisvolle Sansibar.
Ich fahre bestimmt irgendwann hin! Und bin für Hinweise dankbar. So wie die von einer Freundin, die mir was voraus hat: Sie war da! Ihre Erfahrungen im Kommentar!


Reader Comments (3)
Hier die versprochenen Eindrücke aus Sansibar:
Stone Town, die Hauptstadt: Die Architektur ist arabisch-afrikanisch, oft mit wunderschönen geschnitzten Holztüren. Am Meer stehen die schön restaurierten Sultanspaläste wie das "Haus der Wunder" (Beit el-Ajaib), in der Stadt fallen viele Häuser langsam, aber sicher zusammen.
Reichtum und Armut eng beieinander, daher wird man in der Stadt von jungen Männern, verfolgt, die einem Ausflüge, Strandhotels etc. anbieten wollen. Wir haben denen zwei Tage lang immer wieder erzählt, dass wir schon absolut alles gebucht haben, dann war Ruhe.
Edelstes Hotel ist Emerson's & Green in einem historischen Gebäude. Berühmt ist das Restaurant auf dem Dach mit herrlichem Blick über die Stadt (unbedingt früh reservieren)
Sehr eindrucksvoll: Der alte Sklavenmarkt. Da steht zwar jetzt eine Kirche, aber man kann noch das unterirdische Sklavenlager besichtigen. Da drin bekommt man schon mit einer kleinen Gruppe Platzangst. Wenn der Führer dann erzählt, wieviele Leute sie damals dort reingepfercht haben...
Ein Muss: Auf einer Spice Tour sehen, wo Pfeffer, Nelken und Zitronengras wachsen
Postkartenanblicke am Meer: weiße Strände, türkisfarbenes Wasser, am Strand fahren Einheimische mit dem Fahrrad vorbei
Auch schön: Eine Dhau mieten und sich zur Insel Changuu segeln lassen. Dort kann man Riesenschildkröten aus nächster Nähe sehen
Und man kann überall tollen Fisch essen.
Ich stimme zu. Ein weiteres absolutes Top-Hotel ist das Serena Inn direkt am Westzipfel von Stone Town, direkt am Meer. Sehr authentisches Flair, leicht boutiquesk, tolle Bar/Terasse direkt am Stadtstrand, gute Küche.
Noch bessere Küche: Ein kleines Restaurant mit französisch angehauchter Afrika-Küche, geführt von einem Schweden. Etwas unbeholfenes, aber unfassbar charmantes Personal und exzellente Speisen zu vertretbaren Preisen. Liegt direkt geegnüber vom Serena Inn, nicht zu verfehlen.
Die Resorts auf der Ostseite der Insel sind größtenteils vorzüglich, zum Teil aber überwiegend von Italienern besiedelt ...
Zu den Stränden muss man wohl nix sagen.
Einige Impressionen, in erster Linie aus Stone Town, sind hier zu finden:
www.felixwilleke.com
Danke,Felix! Tolle Fotos!