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Tee auf Tortola – oder: Sailing Disneyland

Wo wir gerade bei Vollmondparties waren (siehe Sylt und Bambus-Klaus) fällt mir Bomba ein. Ein vollkommen schräger Vogel und weit über die Inselgrenzen bekannter Fullmoonparty-Veranstalter. Seine aus Treibholz und Strandgut zusammengezimmerte Strandbar auf der Karibikinsel Tortola ist Kult, die Parties auch.

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Gleich hinter „Bomba’s Shack“ befindet sich eine Plantage mit magischen Pilzen, aus denen der Chefdruide einen mysteriösen Verführungstrank braut.

Was immer auch Hauptbestandteil dieses Tees ist; er verfehlt seine Wirkung selten. Am Ende einer karibischen Partynacht jedenfalls wehen im lauen Wind gleich reihenweise neu hinzugekommene Damenschlüpfer auf der Leine (habe gerade gelernt, das sei ein aussterbendes Wort, also schnell noch mal benutzen, bevor es zu spät ist).

Diese Schlüpfer also, und natürlich all die Strings, Bra’s und Bikinis sind allesamt Jagd-Trophäen Bombaschen Ausmasses: Hinterlassenschaften von weiblichen Wesen, die sich – und ihre Significant Others – für eine Nacht vergessen haben.

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Zum Dank für so viel Freizügigkeit gibt’s eines der begehrten Bomba-Fan-Shirts. Erhältlich in verschiedenen Farbstufen. Shirts für ‚Sex mit Bomba’ sollen inzwischen seltener als früher vergeben werden, was mit seiner abnehmenden Attraktivität korrelieren könnte.

Man möge bitte das Kopfkino anwerfen und sich den äusseren Rahmen des Gastgebers wie eine kurz vorm Herzverfettungstod stehende Masse von der Statur eines späten Barry ‚Let-the-music-play’ White vorstellen. Ohne weissen Anzug, dafür im Schmierlappenshirt. Jene, die nix vom Zaubertrank zu sich nehmen, würden Bomba vermutlich wohl eher als debaucherous old man bezeichnen. Ich würde sagen: Er ist ein Original.

BS_Get_Naked_For_Bomba.jpg

 

 

So oder so - Hingehen! Prädikat sehenswert!

 

Sailing Disneyland . Die meisten der durchaus zahlreichen Orte sinnlicher Entgleisung auf und zwischen den Karibikinseln sind übrigens nur vom Meer aus zu erreichen. Denn Tortola ist in erster Linie Anlaufstelle für Segler. Wobei das Vergnügen eindeutig im Vordergrund steht. Nicht ohne Grund qualifizieren echte Seebären das Revier rund um die British Virgin Islands mit einem knappen „It’s like sailing Disneyland“ ab.

Unbeirrt von solchen Urteilen schippert die Charterboot-Community stets vergnügt, mit schlecht getrimmten Segeln (und die Fender beim Anlegen konsequent auf der falschen Seite), rund um die ‚Indians’, beliebte Schnorchelfelsen, zur nächsten Tränke – zum Beispiel dem Willy T. – einem Piratenschiff mit eigenem T-Shirt-Kult.

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Besonders lustig ist es, zu beobachten, wie sich ‚echte’ Segler und  ‚Penisboat-Kapitäne’ (aka: Motorbootfahrer) gegenseitig abmustern. In Sachen “Good looks” siegen eindeutig die Segelmänner; bei den Damen meist die ‚Bow Babes’ der Motorbooteigner vom Typ Mantafahrer.

Kurz abgeschwiffen: Wer kennt die Kolumne von Harald Martenstein noch nicht, die davon handelt, dass er auf seinem Boot von Spinnen heimgesucht wird und nicht von Elfenwesen? Unbedingt lesen.

Bomba’s Shack, Cappoon’s Bay

Nähe Sugar Mill Hotel  (nett zum Übernachten)

Wer den Tee nicht trinken möchte, dem empfehle ich das Nationalgetränk:

den Painkiller

Und jetzt freuen uns schonmal über mehr Tipps für Strandbars und heisse Nächte (nicht nur bei Vollmond!)

Posted on Donnerstag, Juni 14, 2007 by Registered CommenterKatja Marjan in , , | CommentsPost a Comment

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