Home of the Luxury Whopper

Es gibt ja manchmal Ideen, die sind so gaga, dass sie schon wieder gut sein könnten. So wie diese: Burger King will laut “Brand Republic”  eine Art Vertu-Burger entwickeln. Ja genau, ein echtes Luxusprodukt, das es nur selten gibt, das dafür aber seeehr teuer ist. Für 85 Pfund, also rund 108 Euro soll der Luxusburger an die reiche Klientel im Londoner Chelsea und Knightsbridge über den Fast-Food-Tresen gehen. Experimentiert wird derzeit mit Wagyu-Rind, Trüffeln, edlem Blauschimmelkäse und Tiger-Prawns. Foie Gras war angeblich auch schon in der Versuchsküche, wurde aber aufgrund von Tierschützerprotesten wieder verworfen.

Wer dann diesen Burger kaufen soll, frage ich mich allerdings. Wer will schon für das Geld in eine Burger-Bude? Wenn es das bei Jean-Georges Vongerichten gäbe, oder Heston Blumenthal, ja klar. Tolles Ambiente, tolle Köche, da stimmt das Drumrum. Aber Burger King? Die einzigen Esser die ich mit vorstellen kann, sind eine kleine Gruppe geschniegelter Neureicher, die sich mit viel Bling-Bling und Vertu-Handy locker aus einer Hummer-Strechlimousine pellen und mal eben reinrauschen um zehn “Whopper Superdeluxe” zu odern. Burger King sollte dafür noch eine Kooperation mit Gucci eingehen. Dann stimmt das Logo auf der Tüte.

Posted on Donnerstag, Mai 8, 2008 by Registered CommenterNicola Schulte in | Comments5 Comments | PrintPrint

"Alte Metzgerei", Düsseldorf: Versuppte Tarte

070420081201.jpgEs klingt nach typisch Düsseldorfer Egomanie, wenn man einen Stadtteil in Nord und Süd unterteilt. So groß ist das Dorf an der Düssel ja nun auch wieder nicht. Im Fall von Flingern aber ist das nötig. Flingern-Süd ist echtes Arbeiterviertel und wenig hübsch. Flingern-Nord ist so was wie das Düsseldorfer Gegenstück zu Berlin-Mitte. Na ja, irgendwie. Künstler gibt es hier, kleine Mode-Ateliers, ungewöhnliche Geschäfte, interessante Gastronomie.

Zur letzteren Kategorie gehört die “Alte Metzgerei”. Von der berichten Menschen, die in Flingern arbeiten und dort mittags essen, nur positives - Zeit also für einen Besuch.  

Das geht nur tagsüber, denn die “Metzgerei” hat nur von 12 bis 19 Uhr geöffnet. Der Name verrät schon, was das kleine Lädchen früher beheimatete. Ex-Fleischgeschäfte, gerade alte, mutieren ja gerne zu Restaurants, denn oft bilden alte Kacheln eine echt schöne Umgebung. So zum Beispiel in Hamburg im wirklich hübschen “Rexrodt”.

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Die “Alte Metzgerei” ist nicht anders…

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Posted on Dienstag, Mai 6, 2008 by Registered CommenterThomas Knüwer in , | CommentsPost a Comment | PrintPrint

Wine Blogging Wednesday: Old world calling

If such a wonderful event as the Wine Blogging Wednesday is calling for articles about old world Rieslings, it’s time for the old world to participate. That’s why this is the first post on Gotorio in English. For all our readers who don’t know what we’re talking about: This is an event where all participating blogs on the same day write about the same subject. This time it’s “Old World Riesling”. Actually, we have something similar in the German blogosphere as well. It’s called Weinrallye and the next edition will feature Rosé on May 10th (if someone from abroad wants to join in). wbwlogo.jpg

Even though, as a German, I don’t like to be “the old world”. Hey, we’re modern, too! We even have blogs! But I have to admit, sometimes it’s good to be old world. Because that means, we care about traditional values. But as I just mentioned: time has changed here, too.

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Posted on Montag, Mai 5, 2008 by Registered CommenterThomas Knüwer in | Comments1 Comment | PrintPrint

Ameisen statt Viagra

Wenn es gilt eine bedrohte Tierart zu retten, dann ist einer der Gründe, warum selbige bedroht sein soll, mit absoluter Sicherheit die Verwendbarkeit gewisser Bestandteiler dieser Art in asiatischen Potenzmitteln. Zumindest im Rahmen der medialen Begleitung des Dahinscheidens taucht diese These fast immer auf. Den Westeuropäer beschleicht das Gefühl, östlich von ihm steigere sich die Erregung nicht durch die Präsentation oder die Handwerkskunst eines kundigen Geschlechtspartners, sondern durch die Einnahme nach unseren Maßstäben als eklig zu klassifizierender Tierbestandteile.

Womit wir beim wunderbaren Weblog Weird Meat wären.

Seit 2004 reist sein Autor, ein Amerikaner namens Michael, um die Welt und isst - alles. Davor empfinde ich einen hohen Respekt. Denn bei unserem ersten Besuch in Thailand, es war auf Phuket, schlenderten wir über eine Thai-Kirmes.

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Keine andere westliche Nase ließ sich dort blicken, der Besitzer einer wackeligen Motorräder-fahren- Wand-rauf-Bretterbude war höchst begeistert, dass Touristen es wagten, seine Show zu bestaunen. Nie schienen uns Plastikstühlchen und Tuppa-Dosen romantischer, als hier, in einer warmen Sommernacht, umflutet von überirdisch kaltem Neonlicht. Statt Luftgewehrschießen übt sich die Jugend hier mit einer Fletsche - oder sie boxt.

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Natürlich aßen wir auch etwas…

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Posted on Samstag, Mai 3, 2008 by Registered CommenterThomas Knüwer in , , | CommentsPost a Comment | PrintPrint

"The Mandala Suites", Berlin: Friedrichstraßendepression

Ich wollte es ja nicht glauben. Nein, dachte ich, das “Mandala Hotel” in Berlin hat ein so tolles Restaurant, das “Facil”, nämlich, die werden nicht so stillos sein und im Internet Design vortäuschen, was nicht da ist. Und so buchte ich ein Zimmer in den “Mandala Suites” in der Friedrichstraße, einem Ableger des Hotels.
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Die Homepage aber hinterließ bei mir ein mulmiges Gefühl.  Denn es gibt ja gewisse Dinge, die beim Internet-Auftritt eines Hotels darauf hindeuten, dass der Schein das Sein übertrifft. Zum Beispiel, wenn es viele Fotos von Zimmerdetails gibt, aber wenige Panoramaansichten; wenn Blumen- und Accessoiresbilder verwendet werden, die überall enstanden sein könnten; und wenn Fotos so überirdisch hell wirken, als sei dies die Heimstatt des Heiligen Geistes. 040420081184.jpg

Auf diese Regel  wollte ich nicht hören - und das war ein Fehler. Schon die Lage der Suiten ist etwas gewöhnungsbedürftig. Sie liegen im hinteren Bereich der Friedrichstraße, umgeben von Büros. Einen großen, überdachten Innenhof muss der Gast durchqueren, bevor ihn das untadelig freundliche Personal empfängt. Die Rezeptionistinnen erklären ihm dann, dass es einen Nebeneingang für die Nacht gibt und führen ihn durch recht kahle Gänge zum Zimmer.  

Das ist vor allem eines:…

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Posted on Montag, April 28, 2008 by Registered CommenterThomas Knüwer in , | Comments1 Comment | PrintPrint
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