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Über Go to Rio

GotoRio  ist die etwas andere Reiseseite im Internet. Sie steht für subjektive Eindrücke und Erlebnisse, und wir, die Autoren, stehen mit unserem Namen zu dem, was wir schreiben. Reisen, Restaurantbesuche, Shoppingtouren sind selbst bezahlt - denn wir sind nicht käuflich.

Praktischer Hinweis: Wenn Ihr in Rubriken suchen wollt, findet Ihr die weiter unten auf der Seite unter dem Stichwort Suchen und Finden!

 

Warum heisst gotorio Go to Rio? Weil wir über alle Orte schreiben - außer Rio.

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Montag
Jun232014

Mallorca, Paradies für Gourmets

Sollten einer von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, in den kommenden Wochen zufällig auf Mallorca sein und dort das kleine Örtchen Lloseta am Rand der Tramuntana durchqueren, tun Sie uns dann einen Gefallen?

Fahren Sie bitte in der Calle Joan Carlos I. vorbei, klingeln beim Restaurant “Santi Taura” (den gleichnamigen Chef sehen Sie hier links im Bild) und fragen, ob die unsere Kinnladen aufgehoben haben.

Die sind uns nämlich kollektiv runtergefallen – beim Blick auf die Rechnung.

Das kleine, wunderschön schlichte Restaurant an einem völlig untouristischen Ort ist Symbol für den nächsten Schritt Mallorcas, weg vom Ballermann und hin zu gehobenem Tourismus. Mehr noch: Die Insel ist kurz davor zu einem Gourmet-Paradies zu werden.

Vor vier Jahren stimmten wir hier schon einmal ein Loblied auf die gastronomische Situation der Ex-Putzfraueninsel an. Nach Jahrzehnten, in denen die mallorcinische Küche fast verschwunden und die Weinbranche der Insel zum Sangria-Zulieferer degeneriert war, gab es ein Aufwachen. Endlich tauchten wieder lokale Gerichte auf den Karten auf und das Niveau der Restaurants insgesamt stieg. Das von uns so geliebte und gelobte “Es Rebost d’Es Baluard” scheint allerdings leider inzwischen geschlossen zu haben. 

Dafür gibt es nun den nächsten, logischen Schritt. Junge, engagierte Köche modifzieren und modernisieren die Klassiker der Insel und schaffen so eine ganz eigene Gastro-Szene, eine hoch spannende noch dazu. 

Einer davon heißt Joan Marc. Nach einer Lehrzeit in verschiedenen Restaurants der Insel übernahm er 2011 den Supermarkt seiner Mutter im Herzen von Inca – und machte daraus ein Restaurant, dessen kühle Ästhetik auch in Berlin-Mitte für Anerkennung sorgen würde. Da stehen Baum-Imitate auf Rindenmulch an den Rändern des Speiseraums, an ihren Ästen hängen Kästen mit Schmuck, den Marcs Schwester in ihrem Atelier im ersten Stock entwirft. 

Die Karte ist klein, was ein gutes Zeichen in Sachen Frische ist. Der Gast darf sich daraus ein drei- oder viergängiges Menü zusammenstellen. Alternativ gibt es eine vom Chef arrangierte 6-Gang-Version, wir entscheiden uns für die Vierer-Ausgabe. Denn angesichts des Preises von 38 Euro glauben wir nicht recht an eine Qualität, wie sie der Ess-Führer “Mallorca geht aus” versprochen hat. Der lobt das “Joan Marc” derart, dass wir bei Foursquare erstmal schauen, ob da nicht ein Kritiker gekauft oder komplett irre ist. Nein: Auch dort nur Lob.

Die offene Küche grüßt mit einer kleinen Krokette - schmackhaft.

Danach der erste Inselklassiker: eine Nudelsuppe mit Rochen. Sie ist deftig, es dominiert der vorzügliche, geröstete Knoblauch. Wer hinterher noch knutschen möchte, sollte dem Kuss-Partner definitiv etwas abgeben. 

Dem von “Mallorca geht aus” versprochenen Sterne-Niveau nähern wir uns aber erst beim zweiten Gang:

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Donnerstag
Mai082014

Wie schmecken Heuschrecken und Mehlwürmer?

“Into the wild” heißt das Motto der diesjährigen Ausgabe von Deutschlands größtem Internet-Kongress, der re:publica. 

Passend dazu gibt es einen Stand mit besonderem Konferenzessen: Heuschrecken und Mehlwürmer. Daniel Fiene und ich haben probiert:

Montag
Apr212014

Paris Marathon: Weckt die Pariser auf!

Jetzt auch noch Migräne. Ne, is klar, das hat ja noch gefehlt. Es ist früher Sonntag Morgen und mein Kopf schmerzt, mein Nacken ist zusammengezogen, mir ist leicht schlecht. 

Das passiert gelegentlich mal, insofern kein Weltuntergang. Nur ist geplant, dass wir in einigen Stunden den Paris Marathon laufen sollen. Und irgendwie passt dieser Migräne-Besuch in eine Vorbereitung, die ohnehin nicht so richtig dolle war. 

Zwei Wochen pausierte jeder von uns wegen Erkältung und einem Darm-Virus. Diesmal gab es bei mir keinen richtig geilen, langen Lauf. So hüpfhüpfhüpfjetztgehtslos-fit ich mich im Herbst vor dem Lauf in Köln fühlte, desto skeptischer bin ich diesmal. 


Immerhin: Ibuprofen Migräne und ein Brioche kriegen mich einiger maßen wieder hin, bevor wir zum Start laufen. Das geht diesmal tatsächlich wortwörtlich, der Start auf den Champs Elysees liegt nur eine Viertelstunde zu Fuß von unserem Hotel entfernt, das Ziel gar noch näher.

Das sei gleich mal lobend erwähnt: Sollten Sie jemals den Paris Marathon laufen und während des Wochenendes komfortabel wohnen wollen, so sei die “Villa Maillot” wärmstens empfohlen. Ein kleines, schlicht gestaltetes Designhotel mit Zimmern, die für Pariser Verhältnisse eine angenehme Größe haben. 

Hier ist man auf Marathonis außerdem vorbereitet: Ob wir laufen würden, fragt der Portier und überreicht uns dann drei Infozettel mit der Startaufstellung, dem Weg zu Start und Ziel sowie einigen Services des Hotels, darunter eine After-Marathon-Massage im sehr kleinen, aber sehr hübschen Spa. Und als wir am Morgen die Lobby betreten. applaudiert die Rezeption und weist uns nochmal den Weg – so geht das mit der Gewinnung von Stammgästen: Die Villa Maillot ist für uns künftig auch für eine normale Paris-Reise definitiv eine Option. 

Wenn Sie also den Paris Marathon jemals laufen, ziehen Sie die “Villa Maillot” in Erwägung. Die Frage ist eher: Sollten Sie in Paris laufen?

Und da kann man geteilter Meinung sein.

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Dienstag
Mrz042014

Must see: "Die Mondverschwörung"

Es gibt Filme, die nur wenige kennen - und die trotzdem jeder gesehen haben sollte. Zu ihnen zählt “Die Mondverschwörung”. 

Zunächst einmal klingt das alles eher merkwürdig: In den USA arbeitet Dennis Mascarenas für den deutschsprachigen TV-Winz-Sender DDC-TV. Und er findet, die Deutschen hätten eine ganz merkwürdige Beziehung zum Mond. Woher die kommt, will er ergründen. 

Ausgangspunkt ist dabei die Frage, wem der Mond eigentlich gehört. Mascarenas beginnt zu recherchieren und landet in einem Deutschland, wie Sie es vielleicht noch nie gesehen haben: esoterische Verschwörungsanhänger, rechtsradikale Naturfetischisten und andere merkwürdige Gestalten werden Sie zu sehen bekommen – und diese realen Deutschen werden Sie nie wieder loslassen. Und zwischen ihnen tappst der gutmütige Mascarenas hin und her, stellt einfach Fragen, ohne jemand anzugreifen oder zu kritisieren. 

Wer “Die Mondverschwörung” gesehen hat, der sieht Deutschland (und die Kommentarspalten mancher Blogs und Nachrichtenseiten) definitiv anders. 

Und deshalb sei darauf hingewiesen, dass der wunderbare Dokumentarfilm ab heute für zwei Monate bei Spiegel Online gratis zu sehen ist:

Wer das verpasst: Hier kann man die DVD erwerben. Theoretisch. Denn derzeit ist sie bei Amazon vergriffen. 

 

Donnerstag
Feb202014

Tage in Myanmar: Bagan - wie im Science Fiction Film

Irgendwo müssen sie jetzt aufsteigen, die X-Wing-Fighter der Rebellen-Streitkräfte, sich auf den Weg ins All machen, den Todesstern zu bekämpfen. 

Nein. Quatsch. Das hier ist Myanmar und nicht “Krieg der Sterne”. Aber bei Sonnenuntergang, auf einem der Pagodendächer von Bagan, erinnert mich das Panorama so sehr an Yavin, den Planeten, von dem aus das Finale des allerersten “Star Wars”-Film eingeläutet wird.

Unwirklich ist es hier. Wie eine Hollywood-Kulisse. Hundert, und das ist keine Übertreibung, hunderte vor allem roter, aber auch weiter, grauer und goldener Spitzdächer erheben sich, erleuchtet von einer immer roter werdenden Sonne. Das kann nicht echt sein.

ist es aber. Bagan ist eine jener Absurditäten dieses wundervollen Landes.

Zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert entstanden hier 12.000 Tempel, Pagoden und Kultstätten – die genaue Zahl ist nirgends zu finden. In den 200 Jahren hat noch dazu eine erhebliche, architektonische Entwicklung stattgefunden. So gibt es den goldenen Kegel der Shwezigon-Pagode, die stilbildend gewesen sein soll für jene typische, myanmarische Stupa. Oder den weiß-goldenen Ananda-Tempel, der an indische Bauten erinnert. Eher klotzig und unelegant kommt der Dhammayangyi-Tempel daher. 

Die Vielfalt ist erschlagend. Kein Wunder, dass es unter Touristen angeblich die Begriffe “overpagodaed” und “templed out” geben soll. Denn die Bauten sind ja nicht nur von außen zu betrachten. Während die feuchte Dschungelluft dem kambodschanischen Gegenstück Angkor mächtig zusetzt, steht Bagan in einer trockenen Gegend, weshalb nicht nur die Bauten erheblich besser erhalten sind, sondern auch die ebenso vielfältigen Wandmalerein und Buddha-Staturen im Inneren.

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