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Über Go to Rio

GotoRio  ist die etwas andere Reiseseite im Internet. Sie steht für subjektive Eindrücke und Erlebnisse, und wir, die Autoren, stehen mit unserem Namen zu dem, was wir schreiben. Reisen, Restaurantbesuche, Shoppingtouren sind selbst bezahlt - denn wir sind nicht käuflich.

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Warum heisst gotorio Go to Rio? Weil wir über alle Orte schreiben - außer Rio.

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Samstag
Jun042016

Eleven Madison Park, New York: And all that Jazz

Ganz hinten hängt Miles Davis. Mannshoch. Schwarz-Weiß. Genau, das Portrait im Hintergrund dieses Fotos: 

Als wir dieses Bild der Küche des “Eleven Madison Park” machten, fiel uns der Davis hinten gar nicht auf. Erst später lasen wir, dass jenes Portrait des vielleicht größten Jazztrompeters aller Zeiten ein beständiger Hinweis für Küche und Service darauf ist, wie das Drei-Sterne-Restaurant sein will: jazzig. Und mit einem Mal ergab Sinn, was wir in den vier Stunden in jenem wunderschönen Art Deco-Saal im Herzen Manhattans erlebt hatten. 

Unser Abschiedslunch von New York sollte es nach einer Woche werden, unser Flug ging um 21 Uhr. Und natürlich sollte es der kulinarische Höhepunkt werden. Das “Eleven Madison Park” und sein Chef Daniel Humm verfügen über alle Ehren, die man sich so denken kann: 3 Sterne bei Michelin, Platz 5 in der San Pellegrino-Liste der besten Restaurants der Welt (und damit die Spitzenposition in Nordamerika). 

Humm hat in der Schweiz gelernt und zog 2003 nach San Francisco, wo er sich erstmals einen Stern erkochte. 2006 holte ihn der schillernde Gastronom Danny Meyer nach New York. Meyer besitzt einerseits Top-Restaurants, andererseits wollte er den Madison Park vor der Tür des “Eleven Madison” beleben und baute dort ein Burger-Restaurant – aus dem wurde die inzwischen börsennotierte Kette Shake-Shack, die den weltweiten Boom zu gehobenen Hamburgern begründete. 

2011 verkaufte Meyer das “Eleven Madison” an Humm und Restaurantleiter Will Guidara, die inzwischen außerdem das Hotel “NoMad” betreiben, desse Restaurant ebenfalls schon einen Michelin-Stern besitzt. 

Unsere Erwartungen sind entsprechend hoch – und würden übertroffen werden. 

Weil es eben unser Abschied von Manhatten ist, wählen wir als Aperitif einen Sekt aus NY, genauer gesagt von Long Island: einen 2006er Sparkling Pointe, Brut Seduction von North Fork. Diese Wahl erfreut den Sommelier offensichtlich und setzt den ersten Ton des Jazzkonzertes (ohne, dass wir es in diesem Moment wissen). 

Eine gedruckte oder geschriebene Karte gibt es nicht, ebenso keine Auswahl à la carte. Das Menü wird vorgetragen, obwohl der Gast bei mehreren Gängen eine Wahl treffen muss: gute Englischkenntnisse sind definitiv von Vorteil. 

Ein Hinweis irritiert allerdings: Wir würden “approximately” neun Gänge serviert bekommen. 

Ungefähr? Also wenn die das zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen…

Tatsächlich steht genau das noch nicht fest. Jazz ist das Stichwort. 

Wüssten wir von Miles in der Küche, würden wir vielleicht auch das erste Häppchen als jazzig interpretieren: wunderbar kräftige Käse-Kekse mit Apfel und schwarz-weißem Dekor. Die liegen bereits auf dem Tisch, verpackt in einer schlichten, weißen Box. 

Und nun beginnt die Show. Denn das “Eleven Madison” hat seine drei Sterne und den Platz 5 auf der Liste der besten Restaurants der Welt mit einer Mischung aus kreativer Küche, Verspieltheit und örtlichen Zutaten erkocht. 

Der Service baut vor uns eine sechseckige Holzschatulle auf, die sich in vier Etagen aufteilen lässt – jede enthält eine Kleinigkeit von solch einer Schönheit, dass der Gast weinen möchte.  

Da wären zwei deftige Kroketten mit Favabohnen-Füllung.

Roggen-Kräcker mit wunderbar konzentrierter Morchenmousse dazwischen.

Nicht hundertprozentig gefällt uns die Wellfleet-Auster mit Kaviar. Wir lieben Auster, wir lieben Kaviar. Doch mögen wir sie am liebsten natürlich, mit all ihrem See-Geschmack. Hier jedoch liegt die Auster auf einem Sauerkrem-Boden, der genau diesen Geschmack abdämpfen soll (wie Amerikaner ja ohnehin aus unerfindlichen Gründen Austernaroma mit Tabasco und ähnlichen Foltermethoden vertreiben wollen).

Unterhaltsam und lecker ist dann ein Felchen-Salat. In Erinnerung an das “Noma” (wo der Gast Radieschen aus vermeintlicher Erde zieht) werden zwei extrem delikate Radieschen gereicht, die man in einen mit Kaviar bedeckten Fisch-Dip tunkt und dann mit einer Gewürzmischung bestreut – köstlich.

Da wir nicht volltrunken ins Flugzeug steigen möchten (oder besser: riskieren wollen, es volltrunken zu verpassen), halten wir uns an offene Weine. Und wieder ein Jazz-Moment: Der Sommelier fragt, ob uns nach unserer Begeisterung für den Sparkling der Sinn stünde nach einen kompletten Flight aus Long Island, es gebe auch einen Riesling und einen Cabernet Franc – gute Idee, finden wir. Was wir nicht wissen: Dies würde später ein Zusatzdessert bedeuten. 

Noch verspielter als beim Salat geht es beim nächsten Gang weiter. Es gibt Eggs Benedict – mein Lieblingsfrühstück.

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Montag
Mai092016

Youdinner: Komm in den Club

Es gibt Ideen, von denen man sofort denkt: „Da hätt ich auch drauf kommen können.“ Weil diese Idee eben so eindeutig in die Zeit passt und fast schon simpel erscheint.

Eine solche Idee begegnete uns jüngst im industriell geprägten Teil von Düsseldorf-Oberkassel. Wir erhielten eine Einladung zum ersten Youdinner der Stadt.

Youwas? Filmen mit Essen?

Nein, die Betonung liegt auf “Dinner”: Es geht um einen Club für ungewöhnliche – und hochwertige – Abendessenserlebnisse.

Das kann natürlich erstmal jeder von sich behaupten, das mit dem hochwertung und ungewöhnlich. Und genauso kann jeder mit Adjektiven herumwerfen wie „herausragend“ oder „exklusiv“, so wie es Youdinner auf seiner Homepage tut und wie es vielleicht auch nötig ist, um Aufmerksamkeit zu bekommen.

Was also steckt hinter dem Club?

Zunächst ist eine Jahresgebühr fällig von 180,- Euro für eine Einzelperson oder 300,- für ein Paar. Dafür bekommt das Clubmitglied die Möglichkeit, Veranstaltungen zu buchen – die weitere 49 bis 99 Euro kosten. 30 bis 40 sollen es pro Jahr in den Städten werden, die Youdinner erschließt. Aktuell sind dies Stuttgart, Düsseldorf und Köln. Hinzu kommen teurere Reisen zu den Sterne-Tempel der Welt. So war der Club jüngst im Cellar de Can Roca, demnächst steht eine Doppeltour zu Sergio Hermanns „Pure C“ und „The Jane“.

Dabei gilt immer die eigentlich wenig hochwertige All-inclusive-Idee: Der Preis für einen Abend schließt Wasser und Wein ein. “Wenn sie mit uns reisen, müssen sie eigentlich kein Bargeld mitnehmen”, sagt uns Miguel Calero, einer der beiden Gründer von Youdinner.

Als wir das hörten, waren wir höchst skeptisch. Denn das klingt doch eher wie ein Fitnessstudio, das daran interessiert ist, dass seine Kunden gerade nicht erscheinen. Andererseits steht hinter Youdinner nicht irgendwer: Calero war über zehn Jahre der Servicechef des 3-Sterne-Hauses “Vendome” in Bensberg, dann half er beim fabelhaften Sergio Hermanns aus. Sein Partner ist Daniel Ohr, der ehemalige Marketingchef der Modehandelskette Breuninger.

Ihr erster Auftritt in Düsseldorf (ausnahmensweise haben wir uns einladen lassen) beeindruckte uns derart, dass wir wenige Tage später Mitglied bei Youdinner wurden.

“Goodbye, Lenin“ war die Überschrift des Abends in der Eastside Eatery, eigentlich eine Kantine für den Coworking-Space Klan. Das rohe Ambiente passte zum Motto: DDR-Gerichte.

Yup. Das kann schlimm werden. Oder fantastisch.

Es wurde letzteres dank Sonja Baumann und Erik Scheffler, dem Koch-Team des Ein-Sterne-Restaurants „Gut Lärchenhof“ in Pulheim. Scheffler ist Ostdeutscher und konzipierte die Idee: zweigeteilte DDR-Klassiker, einmal so, wie es sich gehörte (OK, einen deutlichen Tacken feiner), einmal modernisiert und dekonstruiert.

Zum Beispiel Spreewälder Gurke: Das Original kommt in dem Fall aus dem Glas und steht zum Gruppenteilen als Senf- und Gewürz-Version in der Tischmitte. Baumann und Scheffler servieren derweil wunderschön angerichtete, gefüllte Gurken, deren Inneres all jene Aromen enthält, die eine Spreewälder Gurke ausmachen. Dazu kommen Anreicherungen wie Senf-Eis und grobkörniger Senf, die für ein frisches, herrlich gurkiges Gericht sorgen – auf dem Teller versehen mit einem grünpudrigen Ampelmännchen.

Es folgt: Soljanka.

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Montag
Feb292016

"Hausmann's", Düsseldorf: Respekt, Tim Mälzer

Tim Mälzer kommt nach Düsseldorf. Diese Meldung, medial ausgegeben Anfang vergangenen Jahres, interessierte uns exakt überhaupt nicht. Denn Mälzer, das war für uns der Fernsehkoch, der versucht wie Jamie Oliver zu sein und ansonsten eher Mittelmäßigkeit produzieret, die möglichst wenigen Menschen weh tun soll. 

Und für diese Einstellung müssen wir Abbitte leisten.

Denn schon beim ersten Besuch in Mälzers Heimatküche-Konzept “Hausmann’s” fiel uns gepflegt die Kinnlade runter. Nicht wegen des Ambientes – das bewegt sich im alltäglich-aktuellen Stil des “modernen Brauhaus” – sondern wegen der Küche. 

Das “Hausmann’s” serviert Klassiker mit leichtem Turbo. Das halbe Grillhähnchen, beispielsweise, ist wunderbar frisch und zitronig. Dazu gibt es hoch aromatische Möhren, angerichtet wie es in deutlich gehobeneren Lokalen als bemerkenswert appetitlich empfunden würde. 

Oder ein Sandwich mit Pulled Pork, herrlich zart ist das Fleisch. Der geräucherte Zander, leicht angewärmt, begeistert ebenso wie die Wirtshausfrikadelle. Und dazu gibt es – erst- und bisher in dem Maß auch einmalig in Düsseldorf – rund 30 Craft Biere. 

Allerdings: Das “Hausmann’s” hat auch Kriitiker. Die klagen über zu hohe Preise bei zu kleinen Portionen. Ganz falsch ist das nicht: Gerade mittags sind die Teller nicht gerade üppig befüllt. Und am Abend kommt die halbe Ente mit in Orangencurry geschmortem Chicorée und Kartoffelwaffeln auf 33,50 Euro, ein Wallerfilet mit Senfsoße auf 21,50. 

Doch vielleicht kollidiert hier auch die alte Betrachtung eines Brauhauses, in dem es vor allem darum geht, sich vollzustopfen um den Verdauungsschnapps zu rechtfertigen, mit der Idee einer zeitgemäßen Heimatküche. Und bei der geht es nun mal leichter und hochwertiger zu. 

Und zumindest die Düsseldorfer scheinen sich nicht abschrecken zu lassen: Am Abend ist im “Hausmann’s” eine Reservierung eine gute Idee – oft ist es proppevoll. Und angeblich wird demnächst erweitert: Auf der anderen Seite der Gasse steht schon länger ein Lokal leer. 

Es zu füllen dürfte nicht so schwer sein, denn noch einmal müssen wir Abbitte leisten: dem Fernseh-Mälzer. Auch den fanden wir eher uninteressant. Doch dann kam “Kitchen Impossible”, ein Stück Qualitätsfernsehen auf (ja, ehrlich) Vox, das wir unseren Lesern dringend ans Herz legen möchten. Alles weitere lesen Sie auf Indiskretion Ehrensache. 

“Hausmann’s”
Hafenstraße 9
40213 Düsseldorf
Tel.: +49 211 261 012 10

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Sonntag
Feb212016

"Phoenix", Düsseldorf: Diese Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit. 

Viel zu wenig tut sich leider in der gehobenen Gastronomie unserer Wohnstadt Düsseldorf – und wenn eher negatives. Das “Victorian” hat seinen Chefkoch verloren und sich selbst unterhalb der bisherigen Ansprüche eingeordnet, das wunderbare “Schorn” sich freiwillig aus dem Sterne-Bereich verabschiedet – das Inhaber-Ehepaar möchte mehr Zeit für die Familie haben. Und das “Monkey’s West” ist mit der Unternehmensgruppe des Kunstberaters Helge Achenbach untergegangen.

Dafür breiten sich die beiden Arme der Saita-Familie mit ihren italienischen Restaurants drastisch aus, manches davon ist gut, manches nicht mal mittelmäßig. Und natürlich Burger-Restaurants, unter denen ein Zickenkrieg ausgebrochen ist. Nach dem Erfolg des Platzhirschen “What’s Beef” nennt sich eines jetzt “It’s Beef” – albern. 

Umso neugieriger waren wir, als ein neues Restaurant angekündigt wurde, das mit reichlich Bugwelle oben mitkochen will: das “Phoenix”. 

Nein, es gibt hier keine Peking-Ente. Das “Phoenix” sitzt in der Architektur-Ikone Dreischeibenhaus, die über Jahrzehnte die Zentrale von Thyssen-Krupp beheimatete. Nach dem Auszug des Stahlkonzerns sanierte der Pharma-Erbe Patrick Schwarz-Schütte (Ratiopharm) mit seinem Immobilienunternehmen das Gebäude und platzierte ins Erdgeschoss das Restaurant, dessen Namen an die ursprüngliche Erbauerfirma des Hauses erinnert.

Als Koch engagierte er Florian Hartmann, der im Restaurant “Philipp Soldan” schon einen Stern erkocht hat und von “Gusto” als “einer der interessantesten Aufsteiger in den vergangenen Jahren” bezeichnet wurde. 

Noch höher waren unsere Erwartungen angesichts des Presse-Bohais im Vorfeld der Eröffnung: renommierte Innenarchitekten, zeitgenössische Kunst, die Schirme der Tischlampen extra gefertigt von einem kleinen Betrieb im Erzgebirge. “Die Welt” verstieg sich in feuilletonistische Schwurbelhöhen: 

“Mit der gleichen Akribie wurde der Bezugsstoff für die Bänke ausgewählt, der zunächst wie ein recht gängiges dänisches Material aus den 60ern wirkt. Tatsächlich ist es eine Faser des italienischen Herstellers Dedar, der eben beim richtigen Licht ein wenig schimmert. Die Sitzbänke schwingen am einen Ende aus, um die rigide Architektur abzufedern.”

Fast sind wir geneigt, nach unserem ersten Besuch in diese Bejubelung einzustimmen. Denn tatsächlich ist es innen wunderschön (leider sind unsere Fotos allesamt nicht brauchbar), beginnend mit der eindrucksvollen Eingangshalle inklusive Tony Craig-Statue und weiter mit dem undefinierbaren, aber geschmackssicheren Mix aus 60s-Ambiente und Neuzeit.

Ja, fast.

Gäbe es da nicht einen Haken: Das “Phoenix” ist keine Leistungsschau des Inneneinrichtergewerbes, sondern ein Restaurant. Und da beginnt das Problem. 

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Montag
Okt122015

"House of Tides", Newcastle: Paradies neben der Kotze

Newcastle könnte eine wunderschöne Stadt sein – ohne Alkohol.

Mit Alkohol aber verwandelt sich die Stadt an der schottischen Grenze wochenendabends in einen Moloch, der die Düsseldorfer Altstadt wie einen Kindergeburtstag aussehen lässt, der von vegan lebenden Waldorf-Eltern ausgerichtet wird. 

An einem solchen Abend mutiert gefühlt die gesamte Bevölkerung unter 35 – ja, auch die weibliche – spätestens um 22 Uhr in eine Massenszene aus “The Walking Dead”. “Ihr naht euch wieder schwankende Gestalten”… Nur, und das sei zur Ehrenrettung gesagt, ohne Aggressivität. Deutsche  Volltrunkene wollen sich prügeln, englische Volltrunkene sich übergeben um weiterzutrinken. Nie zuvor sahen wir so viel – verzeihen Sie die Deutlichkeit – Kotze auf der Straße.

Das klingt ganz schrecklich und doch ist Newcastle einen Wochenendtrip wert. Denn das Stadtbild, entstanden zu Zeiten der Industrialisierung, ist sehenswert. Zum Beispiel jenes wunderschöne Panorama an der Tyne, bestehend aus alten, mächtigen Brücken, der hochklappbaren Millennium-Bridge, dem modernen, wie eine Riesenamöbe daliegenden Konzertsaal The Sage und dem Baltic-Museum für zeitgenössische Kunst, das seinen Sitz in einer alten Mehlmühle hat. 

In seiner Gesamtheit ist dieser Blick am Fluss eine der gelungensten Kombinationen aus Alt und Neu ist, die wir in Europa kennen. 

Bei gutem Wetter lohnt sich auch die halbstündige Metro-Fahrt nach Tynemouth, dem Strandort von Newcastle. Englische Dorfidylle mischt sich hier mit Seaside-Stimmung, mächtig hebt sich das alte Kloster vom blauen Himmel ab. In der “Longsand Fish Kitchen” gibt es richtig guten Fish & Chips, nicht mal auf Google Maps verzeichnet ist eine herrliche Strandbude (direkt unterhalb des Pubs “Gibraltar Rock”), in der es Fisch und Craft Beer gibt. 

Kulinarisch jedoch gilt die Gegend in England als unterentwickelt. Und bevor hier wieder einige Vorurteilsbehaftete lästern, das gelte doch für die ganze Insel, sei noch einmal an unseren inzwischen 8 Jahre alten Artikel über die Wundervolligkeit der englischen Küche erinnert. 

Und nun kommt der Moment, da wir uns einfach mal über den Klee loben. Liebe Leser: Nennen Sie uns Trüffelschweine, Truffel Pigs or whatever.

Denn diesmal buchten wir ein Restaurant Monate im Vorhinein, ohne es zu kennen. Eine Woche vor unserem Besuch erhielt es den ersten Michelin-Stern, eine Woche nach unserem Besuch wurde es ausgezeichnet als Englands Restaurant des Jahres – und das nach nur anderthalb Jahren seines Bestehens.

So, nun kommen Sie. 

Aber hat das “House of Tides”, so der Name, diese Ehre verdient?

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